Dárdai: „Das war nicht in Ordnung“

Sechs Tage nach dem überraschenden Auswärtssieg in Leverkusen erlebte Hertha BSC am Freitagabend eine herbe Enttäuschung. Die Berliner unterlagen dem abstiegsbedrohten 1. FSV Mainz 05 im heimischen Olympiastadion mit 0:2. Trainer Pál Dárdai fand anschließend klare Worte.

„Ich finde, das war das schlechteste Heimspiel, seitdem ich hier bin“, fasste Dárdai auf der Pressekonferenz nach Spielende knallhart zusammen. „Wir waren eigentlich gut vorbereitet, aber Mainz hat verdient gewonnen.“ Der 41-Jährige wollte die Leistung seiner Mannschaft nicht genau analysieren, kündigte nach dem blutleeren Auftritt aber eine Teamsitzung an: „Morgen müssen wir reden, mit den Spielern diskutieren, Meinungen austauschen, weil das heute war nicht in Ordnung.“

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Die Berliner Spieler waren sich ihrer schwachen Leistung bewusst. „Wir wussten, dass wir kämpfen müssen und dass es ein sehr wichtiges Spiel ist. Aber wir haben nicht genug gekämpft“, meinte Mathew Leckie, der erst in der Schlussphase in die Begegnung gekommen war. Ex-Kapitän Fabian Lustenberger bemängelte vor allem die fehlende Konsequenz im Offensivspiel: „In der ersten Hälfte hatten wir viel mehr Spielanteile und haben die Bälle auch immer schnell zurückerobert. Was uns aber nicht gelungen ist, ist dass wir uns keine klaren Torchancen erarbeitet haben – so bringt uns auch unsere Effizienz nichts.“

Durch die Niederlage ist die Aufbruchsstimmung, die beim Hauptstadtklub nach dem Erfolg in Leverkusen herrschte, urplötzlich wieder verschwunden. Zu allem Übel stehen nun Auswärtsspiele in München und Gelsenkirchen an. „Die kommenden beiden Spiele werden sehr schwer und es besteht die Gefahr, dass wir wieder etwas abrutschen“, äußerte Valentino Lazaro. „Unser Anspruch ist es, weiter oben zu stehen als das derzeit der Fall ist. […] Durch die Niederlage stehen wir nun gegen Bayern und Schalke unter Druck und müssen hoffen, dass wir in den beiden Partien punkten können.“