Dárdai: „Haben dieses Ergebnis verdient“

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Durch eine 1:3 (0:2)-Niederlage beim SV Werder Bremen verlor Bundesligist Hertha BSC den zweiten Tabellenplatz an die Norddeutschen. Der Stimmung bei den Hauptstädtern tut dieser Fakt allerdings keinen Abbruch.

Werder-Coach Florian Kohfeldt lächelte ein wenig gequält, als sein Berliner Trainerkollege Pál Dárdai ihm mit einem Augenzwinkern die Verfolgerrolle an der Tabellenspitze zuschanzte. „Glückwunsch, jetzt seid ihr Bayern-Jäger“, sagte der Ungar mit einem Hauch von Süffisanz in der Stimme. Nach der ersten Saisonniederlage im Weserstadion musste der bisherige Tabellenzweite die Hanseaten vorbeiziehen lassen. Völlig zu Recht, wie Dárdai unumwunden einräumte: „Eine Halbzeit lang sind wir nur hinterhergelaufen. Wir waren mental nicht frisch genug und haben dieses Ergebnis verdient.“

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Schon am Freitag (20.30 Uhr) haben es die Herthaner selbst in der Hand, mit dem FC Bayern München nach Punkten gleichzuziehen und die Jagd neu zu eröffnen: Mit einem Sieg im direkten Duell in einem mit 74.000 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion. Und die Berliner sehen sich in dieser brisanten Partie durchaus nicht als chancenlose Außenseiter. „Die Niederlage in Bremen wird uns nicht aus der Bahn werfen“, sagte Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger und auch Innenverteidiger Karim Rekik relativierte das negative Resultat: „Wir sind keine schlechte Mannschaft, weil wir jetzt einmal verloren haben.“ Speziell Dárdai würde sich über einen sportlichen Coup seiner Mannschaft freuen, denn noch nie konnte der 42-Jährige als Trainer den Rekordmeister besiegen.

Jarstein droht zu fehlen

Verzichten muss Dárdai womöglich auf Torwart Rune Jarstein. Der Schlussmann war in Bremen in der Halbzeit wegen einer Oberschenkelprellung ausgewechselt worden. Laut Dárdai war der Norweger schon angeschlagen in die Partie gegangen. „Es war vielleicht mein Fehler“, sagte Dárdai, „vielleicht wäre es besser gewesen, gleich Thomas Kraft reinzunehmen.“