Dárdai lobt den kühlen Kopf nach dem Ausgleich

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Eine mäßige Leistung hatte Hertha BSC am Montag gereicht, um mit 2:1 gegen Eintracht Braunschweig in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Vor allem die Reaktion seines Teams auf den Ausgleich habe ihn beeindruckt, sagte Trainer Pál Dárdai.

„Was mir gefallen hat, ist die Mentalität der Mannschaft“, erklärte Dárdai nach Abpfiff. Nur wenige Sekunden nach dem Ausgleichstreffer Mergim Fejzullahus hatte Vedad Ibišević die Hertha schließlich schon wieder in Führung geschossen. „Ruhig geblieben“ sei sein Team, habe „keine Hektik“ gezeigt und wieder „das Tempo erhöht“, lobte der Trainer der Hauptstädter und resümierte: „Wir sind sehr zufrieden, weil wir einen gut organisierten Gegner geschlagen haben. Es war ein schwieriges Spiel, weil wir nicht gewusst haben, wo wir stehen. Wir wollten uns messen und sind froh, dass wir weiter sind.“

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Dass sich die Hertha zu Beginn des Spiels noch schwertat, sei auf die frühe Saisonphase zurückzuführen, glaubt Dárdai. „Wir haben noch nicht unter Druck gespielt“, sagte der 42-Jährige, „dagegen hat man gespürt, dass der Gegner schon wochenlang dabei ist.“ Erst ein Traumtor von Marvin Plattenhardt erlöste schließlich die Berliner. Aus dem Rückraum hatte der Nationalspieler volley abgezogen und das 1:0 besorgt. Es sei „ein fantastisches Tor“ gewesen, erklärte Dárdai. „So sieht der Volley aus, wenn man ihn richtig trifft.“

„Hätten locker 120 Minuten geschafft“

Dank seines Tores war Plattenhardt nach dem Spiel ein vielgefragter Mann. „Wenn ich den Ball nicht so gut erwischt hätte, wäre er wahrscheinlich auf die Tribüne gesegelt“, sagte der Verteidiger. Wichtiger als sein Treffer aber sei der Einzug in die zweite Runde gewesen, stellte Plattenhardt klar: „Das Spiel war nicht einfach für uns.“

Auch Dárdai richtete lieber den Blick auf anstehende Aufgaben. „Am Tagesende müssen wir uns vorbereiten auf den Bundesliga-Auftakt gegen Nürnberg“, stellte der Trainer klar. Eine wichtige Erkenntnis nimmt der Ungar aber mit aus Braunschweig: „Meine Erkenntnis ist, dass die Mannschaft physisch in einem guten Zustand ist“, sagte Dárdai. „Wir hätten auch locker die 120 Minuten geschafft.“