Dárdai: „Wichtig für die junge Mannschaft“

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Hertha BSC startete am Samstagnachmittag mit einem Erfolgserlebnis in die neue Bundesliga-Saison. Die Hauptstädter besiegten den 1. FC Nürnberg vor heimischem Publikum mit 1:0. Auch wenn noch nicht alle Abläufe reibungslos funktionierten, waren die Berliner mit dem Auftakterfolg sehr zufrieden.

Die „Alte Dame“ war nach 27 Minuten durch Kapitän Vedad Ibišević in Führung gegangen, musste in der zweiten Hälfte aber um den Sieg bangen. Hertha-Keeper Rune Jarstein parierte Mikael Ishaks Handelfmeter kurz vor Schluss und rettete damit die drei Punkte. Ibišević teilte die Anteile am Sieg nach dem Abpfiff fair auf: „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte, aber das war nach der super Vorarbeit von Tino (Lazaro; Anm. d. Red.) zum Glück nicht mehr so schwer. Das Tor war aber nur 50 Prozent, die anderen 50 Prozent hat Rune beigesteuert mit dem gehaltenen Elfmeter.“

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Der Sieg konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch Probleme im Herthaner Spiel gibt. „Wir spielen mit einem neuen System, dass da nicht alles direkt auf Anhieb funktioniert, ist völlig normal“, meinte Niklas Stark. Die Berliner laufen seit der Vorbereitung im 3-4-3 auf. Auch Coach Pál Dárdai betonte die Schwierigkeiten, sagte aber: „Wir sind sehr zufrieden, dass wir das Spiel zu Ende gebracht haben. Das ist wichtig für die junge Mannschaft.“ Vom „besseren, schöneren Fußball“, wie ihn sich der Übungsleiter für die neue Saison gewünscht hatte, war noch wenig zu sehen. „Im Ballbesitz hätten wir es insgesamt noch attraktiver spielen können“, meinte Valentino Lazaro.

Jastrzembski nach Debüt selbstkritisch

Neben der Kritik am eigenen Auftritt wurde aber auch der Gegner gelobt. Nürnberg sei eine „gut organisierte, clevere Mannschaft“, konstatierte Dárdai. Der Ex-Nürnberger Stark hob das „sehr körperbetonte“ Spiel der Franken hervor. Für den eingewechselten Dennis Jastrzembski war es der erste Bundesliga-Einsatz überhaupt. „Die Aufregung vor so einer Kulisse war natürlich groß, aber die muss man einfach ausblenden und die Gelegenheit so gut wie möglich zu nutzen“, sagte der 18-Jährige, haderte aber auch mit sich selbst: „Die Großchance, die ich in der Nachspielzeit hatte, muss ich eigentlich machen.“

Letztlich zeigten sich alle Berliner glücklich über den erfolgreichen Saisonstart. „Jetzt können wir mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und alles aufarbeiten“, meinte Maximilian Mittelstädt, der wieder auf dem linken offensiven Flügel zum Einsatz gekommen war. „Ich freue mich, dass der Trainer mir das Vertrauen gibt, mich vorne einzusetzen.“ Auch Elfmeterheld Jarstein zog ein positives Fazit aus der Begegnung: „Durch den guten Start bekommen wir Selbstvertrauen, das uns sehr gut tut.“ Am kommenden Sonntag (18 Uhr) gastiert Hertha BSC beim amtierenden Vizemeister FC Schalke 04.