Dárdai: „Wollen mutig und frech sein“

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Hertha BSC startete mit einem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg in die Bundesliga-Saison. Im Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 am kommenden Sonntag (18 Uhr) wollen die Berliner nachlegen.

„Klar, Schalke will gewinnen, aber das wollen wir auch“, gab Trainer Pál Dárdai auf der Pressekonferenz am Freitag vor. Dabei hatte der Ungar schon genau vor Augen, wie seine Mannschaft auftreten soll: „Wir wollen mutig und frech sein.“ Verzichten muss Dárdai dabei weiterhin auf Davie Selke, der zwar am Dienstag ins Teamtraining zurückgekehrt war, aber für die Partie in Gelsenkirchen noch keine Option ist. „Wir wollen kein Risiko gehen, deswegen wird er noch nicht mitkommen“, meinte der Berliner Übungsleiter. Auch Neuzugang Derrick Luckassen werde „wahrscheinlich“ noch nicht zum Kader gehören.

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Durch den weiteren Ausfall von Selke ist Kapitän Vedad Ibišević im Sturmzentrum umso mehr gefordert. Gut für die Hertha, dass der Bosnier derzeit stark in Form ist. „Ibišević ist mit seinem Siegeswillen, seiner Körpersprache und seinem Respekt enorm wichtig. Es ist super für uns und für ihn, dass er schon im Pokal und in der Bundesliga getroffen hat. Wegen dieser Qualitäten haben wir ihn damals geholt“, schwärmte Dárdai. Auch für Liverpool-Leihgabe Marko Grujić fand der 42-Jährige lobende Worte: „Grujić hat eine ähnliche Mentalität wie Vedad, das sieht man bei jeder seiner Bewegungen. Es kann sein, dass er am Sonntag von Beginn an spielt.“

Hertha-Coach für eine Vergrößerung der Tore

Dárdai hatte sich schon vor dem ersten Spieltag eine offensivere und torgefährlichere Hertha gewünscht. Gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung äußerte der Fußballlehrer nun einen Vorschlag der anderen Art. „Früher waren die Torhüter kleiner, häufig waren sie so groß wie ich. Das ist heute anders, doch das Tor wird nicht angepasst“, meinte Dárdai. Er selbst würde das Gehäuse „einen halben Meter nach oben und einen halben Meter nach links und rechts“ vergrößern. „Weil wir wieder häufiger Ergebnisse wie früher in der Bundesliga hätten – ein schönes 4:4 oder ein 5:3“, sagte der Ex-Profi.