Der Weltmeister startet die Mission Titelverteidigung

In Gruppe F startet die deutsche Nationalmannschaft ihre Mission Titelverteidigung. Gegen Mexiko, Schweden und Südkorea will sich die DFB-Auswahl bestmöglich einspielen, um in der K.o.-Runde so weit es geht zu kommen. Angepeilt ist das Finale am 15. Juli in Moskau. Die Gruppe F der WM in der Vorschau.

Als Titelverteidiger geht Deutschland automatisch als großer Favorit ins Turnier. Die Qualifikation bestritt die DFB-Auswahl mit zehn Siegen in zehn Spielen äußerst erfolgreich; in den Testspielen gegen die Mitfavoriten sah die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw zuletzt allerdings nicht immer gut aus. Wie schon 2014 ruhen die Hoffnungen der Nation auf dem Kollektiv. „Die Mannschaft“ verfügt nicht über den einen Superstar wie es Argentinien, Brasilien oder Portugal tun. Dafür allerdings ist der Kader enorm ausgeglichen und auf jeder Position stark besetzt. In Russland will die DFB-Elf ihrem Ruf als Turniermannhaft wieder einmal gerecht werden und die Probleme aus den Tests vergessen machen.

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Die mexikanische Nationalmannschaft verfügt wie auch die deutsche über einen ausgeglichenen Kader. Die Nordamerikaner sind physisch sehr präsent und nennen einen starken Kampfgeist ihr Eigen. Der herausragende Spieler ist der ehemalige Leverkusener Javier Hernández, der zudem bereits für Real Madrid und Manchester United auf Torejagd ging. Aktuell schnürt der Stürmer für den englischen Erstligisten West Ham United die Schuhe. Mexiko ist dafür bekannt, es seinen Gegnern immer schwer zu machen und hat gute Chancen aufs Weiterkommen. In der WM-Quali gewannen die Nordamerikaner sechs von zehn Spielen und setzten sich deutlich als Gruppensieger vor Costa Rica durch.

Schweden muss in diesem Jahr ohne seinen absoluten Superstar Zlatan Ibrahimović auskommen. Der Stürmer war nach dem Vorrunden-Aus der Schweden bei der Europameisterschaft 2016 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und wird trotz einiger Gerüchte nicht mehr in die schwedische Landesauswahl zurückkehren. So werden es seine Landsmänner über das Kollektiv richten müssen. Einen Schlüsselspieler wird es dennoch geben: Leipzigs Emil Forsberg soll die Offensive der Nordeuropäer leiten und lenken. Schafft er das, ist Platz zwei für die Blau-Gelben durchaus realistisch.

Südkorea macht Gruppe F komplett. Die Asiaten setzen ihre Hoffnungen in Tottenham-Profi Heung-Min Son. Der 25-Jährige ist der Superstar in der Mannschaft, verfügt über internationale Erfahrung und schießt für die „Spurs“ Tor um Tor. Alleine allerdings wird er es nicht schaffen, Südkorea in die K.o.-Runde zu führen. Und selbst wenn seine Mitspieler zur Höchstform auflaufen, wird es für die Asiaten schwierig. Ausgeschlossen ist das Weiterkommen aber nicht. Augsburgs Ja-Cheol Koo wird Son in der Offensive unterstützen, die Abwehr ist nicht prominent besetzt und könnte Schwierigkeiten bekommen.

Platz eins in Gruppe F sollte für Deutschland reserviert sein. Die DFB-Auswahl gehört zu den besten Mannschaften des gesamten Turniers und sollte in der Lage sein, alle Spiele in der Vorrunde zu gewinnen. Mindestens das Halbfinale sollte es für Deutschland im Normalfall werden können, ab dann ist alles offen. Um Rang zwei streiten sich voraussichtlich Mexiko und Schweden, wenngleich die Chancen für die Nordamerikaner etwas besser stehen dürften. Südkorea hat allenfalls Außenseiterchancen, wird aber versuchen, seine Gegner vor Probleme zu stellen und eventuell zu überraschen.