DFB ermittelt nach Hopp-Plakaten

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Nach den Anfeindungen gegen Dietmar Hopp hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes wie erwartet Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie der DFB am Montag bestätigte, richten sich diese sowohl gegen die TSG 1899 Hoffenheim als auch gegen Borussia Dortmund.

Beide Vereine wurden in einem ersten Schritt um Stellungnahmen zu den Vorfällen gebeten. Unmittelbar vor dem Anpfiff der Bundesliga-Partie am Samstag (1:1) hatten die Zuschauer im Dortmunder Auswärtsblock ein riesiges Banner entrollt, auf dem TSG-Mehrheitseigner Hopp auf einem Foto in einem roten Fadenkreuz zu sehen war. Auch waren erneut Schmähgesänge zu vernehmen. Mutmaßlich randalierten einige Gästefans zudem in den Sanitärbereichen.

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Gegen die TSG ermittelt der Kontrollausschuss deshalb wegen des Verdachts auf „nicht ausreichenden Ordnungsdienst“. Der BVB muss sich für das „unsportliche Verhalten der Anhänger“ verantworten. Bereits am Samstag hatte sich Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der BVB-Homepage für die Vorfälle entschuldigt. „Das ist nicht zu akzeptieren!“, sagte er und kündigte an, im Laufe der Woche das persönliche Gespräch mit Hopp zu suchen: „So ein Verhalten entspricht in keiner Weise unseren Werten!“

Hoffenheimer Geschäftsführer fordern ein Entgegentreten

In einem offenen Brief forderten die Hoffenheimer Geschäftsführer Peter Görlich und Frank Briel: „Denjenigen, die mit unverhohlenem Hass und Hetze bis hin zu einem Mordaufruf nicht nur die Werte des Fußballs verraten, sondern eindeutig gegen Recht und Gesetz verstoßen, müssen wir entschieden entgegentreten: Vereine, Verbände, Verantwortliche, Spieler und Fans.“