DFB und DFL reformieren den Videobeweis

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga reformieren zur kommenden Saison den Videobeweis. Die Neuerungen werden schon beim Supercup am Sonntag zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München angewendet.

Künftig werden kurze Textblöcke auf den Videowänden den Zuschauern im Stadion das Geschehen erklären. Die Video-Assistenten im Kontrollzentrum in Köln können zudem auf kalibrierte Abseitslinien zurückgreifen, was die Entscheidungsfindung erheblich vereinfachen soll. Das teilten beide Verbände am Freitag mit. Durch Einspielung der Stadionregie werden die Zuschauer über den Grund eines Checks aus den vier Eingriffsmöglichkeiten des Video-Assistenten (Torerzielung, Strafstoß, Rote Karte, Spielerverwechslung) sowie die finale Entscheidung des Unparteiischen auf dem Platz aufgeklärt. Dieselben Informationen stehen für Zuschauer an den Bildschirmen über das sogenannte TV-Basissignal als Grafiken zur Verfügung, die von den Medienpartnern optional genutzt werden können.

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Die Informationen für die Fans hatten während der WM in Russland zum Erfolg des Videobeweises beigetragen. In der vergangenen Bundesliga-Saison war lediglich angezeigt worden, dass der Video-Assistent eingreift – aber nicht, warum dies geschieht. Die virtuellen Abseitslinien hatte die DFL zu Beginn der vergangenen Spielzeit getestet, allerdings nach technischen Problemen wieder abgeschafft. Nun soll die Technik ausgereift sein. Die Bundesliga-Saison beginnt am 24. August mit der Partie des Meisters Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim. In der 2. Liga wird der Videobeweis in der bereits laufenden Saison im „Offline“-Modus getestet, also ohne, dass ins Spielgeschehen eingegriffen wird.

(sid)