Die Eintracht auf der Ferieninsel

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der kurze Ausflug auf die Ferieninsel Zypern soll für Eintracht Frankfurt nur eine Zwischenstation sein. Zwar rechnen die Hessen für die Europa League-Partie beim Außenseiter Apollon Limassol am Donnerstag (18.55 Uhr) mit bis zu 5.000 reisefreudigen Anhängern. Die ganz große Party mit mindestens 15.000 Fans ist aber für Mitte Dezember in Rom geplant – bestenfalls als Gruppensieger.

Am vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde bestehen nach drei Siegen in drei Spielen kaum noch Zweifel. In Nikosia reicht dafür vielleicht sogar schon ein Punkt, bei einem Sieg ist der DFB-Pokalsieger sicher weiter. „Darauf muss der absolute Fokus liegen“, sagte Kevin Trapp. „Das sind schöne Ziele und Möglichkeiten, die wir annehmen und nutzen möchten.“

- Anzeige -

Bestenfalls, das wird auch Trainer Adi Hütter vorschweben, wird die Eintracht wie im Hinspiel (2:0) kaum gefordert. Am Sonntag steht schließlich das schwere Punktspiel gegen den FC Schalke 04 auf dem Programm. Auf Zypern fehlen werden die angeschlagenen Lucas Torró und Simon Falette; Gelson Fernandes hingegen scheint rechtzeitig fit zu werden. „Wenn es optimal läuft, können wir in der Länderspielpause für die Zwischenrunde qualifiziert sein und in der Bundesliga 20 Punkte auf dem Konto haben“, sagte Trapp. „Wenn uns das jemand vor ein paar Wochen gesagt hätte, hätten wir das sofort unterschrieben.“

Hellmann: „Wir sind unter dem Brennglas“

In der Europa League spielt die Eintracht im Anschluss noch gegen Olympique Marseille und bei Lazio Rom. Für die Partie in Italien hatten sich binnen 24 Stunden 17.000 Fans um Karten beworben – bislang bekam der Verein aber nur 5.800 Tickets bewilligt. Das ist zwar schon mehr als üblich in Rom, die Frankfurter Geschäftsführung will aber weiter verhandeln.

Dafür allerdings müssen sich die Eintracht-Fans benehmen. „Unser Verhalten auf Zypern wird eine gewaltige Rolle spielen, ob es in Rom noch etwas Beinfreiheit gibt oder nicht“, sagte Vorstand Alex Hellmann. „Wir sind unter dem Brennglas.“ Gegen mehr Tickets in Rom spricht derzeit die strikte Haltung der Behörden, die Zusammenstöße der riesigen Fangruppen befürchten. Lazio hat seit geraumer Zeit mit rechtsextremen Anhängern zu kämpfen. „Ich kann nur denjenigen, die unsere Spiele für gewalttätige Auseinandersetzungen nutzen, zurufen: Ihr schadet der Eintracht und ihren Fans“, appelliert Hellmann. „Wir wollen nicht, dass unser Fußball als Plattform dafür benutzt wird, über gegnerische Fans herzufallen.“