Die neuen Gesichter der Bundesliga

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Neun Tage verbleiben noch, ehe das Transferfenster (31. August) auch in Deutschland seine Türen schließt. Die neuen Gesichter der Bundesliga stehen aber bereits fest. Ein Ausblick.

Axel Witsel, Borussia Dortmund: Bei der WM erreichte der Nationalspieler mit Belgien den dritten Platz und machte nicht nur wegen seiner auffälligen Frisur, sondern vor allem aufgrund seiner Spielweise auf sich aufmerksam. Die Leistungen überzeugten auch den BVB, der bereit war, rund 20 Millionen Euro an den chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian zu zahlen. In Dortmund findet Witsel sich anscheinend schnell zurecht. Sein Ausgleichstreffer rettete den BVB beim 2:1-Sieg in der ersten Pokalrunde bei Zweitligist Greuther Fürth unmittelbar vor Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung.

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Davy Klaassen, SV Werder Bremen: Der Mittelfeldspieler wurde in der Talentschmiede von Ajax Amsterdam ausgebildet. Mit 18 Jahren feierte er sein Profi-Debüt in der Champions League. Das verstorbene niederländische Fußball-Idol Johann Cruyff sagte 2014 über ihn: „Man muss ein starkes Positionsspiel haben, eine starke Ballkontrolle und die Technik, um mit der Geschwindigkeit im Mittelfeld umgehen zu können. Xavi, Toni Kroos und Davy Klaassen können das.“ Werder verpflichtete Klaasen für die vereinsinterne Rekordsumme von 13,5 Millionen Euro vom FC Everton.

Joelinton, TSG 1899 Hoffenheim: Ein imposanter Dreierpack im Pokal macht Eindruck, auch wenn es nur gegen den 1. FC Kaiserslautern ging. Doch der Brasilianer zeigte, warum Trainer Julian Nagelsmann von Beginn an auf ihn als Anführer im Sturm setzt. Und der Uth-Ersatz war nicht einmal teuer. Verliehen war er zuletzt an Rapid Wien und verzückte gleich nach seiner Rückkehr den Coach: „Die österreichische Liga hat ihm sehr gutgetan. Er hat sich in der Zeit gut entwickelt, ist wissbegierig und lernfähig.“

Alassane Pléa, Borussia Mönchengladbach: Der im französischen Lille geborene Mittelstürmer wurde in der Jugend von Olympique Lyon ausgebildet. 2014 wechselte er für 500.000 Euro zum OGC Nizza, wo er in 135 Spielen 44 Tore erzielte und weitere 23 vorbereitete. Der mit 23 Millionen Euro teuerste Transfer der Gladbacher Klubgeschichte spielte in Nizza zuletzt unter Trainer Lucien Favre. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sagt: „Er ist ein vielseitiger, schneller und spielintelligenter Angreifer, der seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat.“ Zuletzt hinkte er wegen Trainingsrückstand seiner Top-Form noch hinterher.

Paulinho, Bayer 04 Leverkusen: Der seit Juli volljährige Außenstürmer wurde beim viermaligen brasilianischen Meister Vasco da Gama ausgebildet. Er zog mit dem Klub aus Rio in die Copa Libertadores ein, fiel danach jedoch mit einem Armbruch aus. Bayer verpflichtete das Sturmjuwel für 18,5 Millionen Euro. „Er wirkt nicht wie jemand, der noch in der A-Jugend spielen könnte“, sagte Geschäftsführer Rudi Völler. „Er strotzt vor Selbstvertrauen, will immer den Ball haben und zeigen, was er kann.“

Kasim Adams Nuhu, TSG 1899 Hoffenheim: Der 1,90 Meter große Ghanaer wurde in der letzten Saison Schweizer Meister mit Young Boys Bern. Der Innenverteidiger verfügt laut Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen neben einem „stabilen“ Spielaufbau auch über eine „extreme Kopfballstärke“. Der Champions League-Teilnehmer verpflichtete Nuhu, der mit dem Namen Adams auf dem Rücken aufläuft, für acht Millionen Euro.

Matheus Cunha, RB Leipzig: Der junge Brasilianer erzielte vergangene Saison zehn Tore und bereitete weitere acht Treffer für den Schweizer Erstligisten FC Sion vor. Trainer Ralf Rangnick bezeichnete Cunha als „hochinteressanten Stürmer“, der in den letzten Monaten eine „beeindruckende Entwicklung“ genommen habe. Zudem hob Rangnick die Schnelligkeit und den Offensivdrang des 15 Millionen Euro teuren Neuzugangs hervor. Bei der Dreifachbelastung der Leipziger wird er auf jeden Fall seine Einsätze bekommen – und in der Europa League-Qualifikation hat er bereits bewiesen, dass er helfen kann.

(cbe/sid)