Die Schmach ist vergessen: Nürnberg jubelt im Aufsteigerduell

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg hat das Aufsteigerduell für sich entschieden: Mit einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf machten die Franken am Samstag die jüngste 0:7-Schmach vergessen. Dank des Dreiers schoben sich die Franken auf Rang neun, während Düsseldorf erstmals zwei Spiele in Folge verlor und nun 14. ist.

Den Erfolgskurs hatten beide Teams zuletzt verlassen, daher nahmen sowohl Michael Köllner als auch Friedhelm Funkel einige Änderungen an der jeweiligen Startelf vor. Bei Nürnberg kamen im Vergleich zum 0:7 gegen Dortmund vier Neue: Ondřej Petrák, Eduard Löwen, Matheus Pereira und Mikael Ishak begannen anstelle von Robert Bauer, Patrick Erras, Alexander Fuchs und Yūya Kubo. Ebenfalls viermal getauscht wurde bei Düsseldorf. Funkel entschied sich nach dem 1:2 gegen Leverkusen für Dodi Lukebakio, Takashi Usami, Adam Bodzek und Marvin Ducksch anstelle von Marcel Sobottka, Kevin Stöger, Benito Raman und Rouwen Hennings.

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Nicht unbedingt Selbstvertrauen hatten Nürnberg und Düsseldorf zuletzt getankt, entsprechend verhalten begannen sie die Partie. Im Zweifel lieber hintenrum spielten beide Teams, sodass die Zuschauer knapp 20 Minuten auf Torraumszenen warten mussten. Die erste Gelegenheit aber hatte es dann prompt in sich: Lukas Mühl hatte die Nürnberger Führung auf dem Fuß, schoss nach einer Ecke aber knapp rechts vorbei (20.). Nach und nach arbeiteten sich die Gastgeber in die Partie, während Düsseldorf zunächst nur einen Ducksch-Schuss (22.) anbot. Und die Franken wurden für ihr Engagement rasch belohnt: Vom Punkt besorgte Hanno Behrens die Führung (28.). Zuvor war Tim Leibold von Lukebakio gefoult worden.

Ishak und Ducksch im Abseits

Wenig später stand Lukebakio erneut im Rampenlicht, als er die Chance hatte, seinen Fehler wieder auszubügeln. In der eigenen Hälfte gestartet, lief der Belgier nahezu unbedrängt auf Nürnbergs Keeper Fabian Bredlow zu, hatte aber das Nachsehen (33.). Bredlow parierte mit dem Fuß. Wachgerüttelt war damit die Düsseldorfer Offensive, sukzessive erhöhte die Fortuna anschließend den Druck. Nürnbergs Abwehr aber stand sicher, lediglich einen Distanzschuss von Alfredo Morales in Bredlows Arme (42.) bekamen die Zuschauer noch bis zur Pause zu sehen.

Trotz der Führung wechselte Nürnberg-Coach Köllner einmal offensiv, Federico Palacios ersetzte zur zweiten Halbzeit Pereira. Die erste Szene aber gehörte Düsseldorf: Nach einem Fehlpass fiel der Ball vor die Füße Duckschs, der Angreifer aber schoss über das Tor (46.). Auf der Gegenseite jubelten wenig später Fans und Spieler, die Freude aber unterband rasch Harm Osmers. Der Schiedsrichter gab den Treffer Ishaks aufgrund einer Abseitsstellung des Stürmers zu Recht nicht (53.). Ebenfalls im Abseits stand Ducksch beim vermeintlichen Ausgleichstreffer, erneut pfiff Osmers ab (56.).

Zwei Konter sorgen für die Entscheidung

Den gefälligeren Eindruck machte nach rund einer Stunde der Gast aus Düsseldorf. Immer mutiger wurde die Fortuna, Funkel brachte zudem mit Davor Lovren (58., für Usami) eine frische Offensivkraft. Die nächste Chance gehörte Morales: Der 28-Jährige köpfte nach einer Freistoßflanke knapp am Tor vorbei (61.). Nürnberg stand nun tief und lauerte auf Konter – und das mit Erfolg: Nach einem Befreiungsschlag von Behrens war Ishak auf und davon, und der Angreifer ließ Michael Rensing keine Chance – 2:0 (64.).

Funkel wechselte anschließend erneut, für Pechvogel Lukebakio kam Hennings (68.). Die nächsten Minuten gehörten anschließend den Gästen, die den Druck immer weiter erhöhten. Die Nürnberger Abwehr aber stand sicher, zudem erwies sich Bredlow als starker Rückhalt. Gegen Niko Gießelmann (74.) parierte der FCN-Keeper sicher. Statt der Fortuna schlugen erneut die Hausherren zu: Löwen steckte für Palacios durch, und der Joker besorgte das 3:0 (78.). Der Düsseldorfer Widerstand war damit weitgehend gebrochen, Rensing verhinderte sogar noch Gegentor Nummer vier gegen Virgil Misidjan (83.). Wenig später war Schluss.