Doppelpacker Quaison schockt Hertha

Der 1. FSV Mainz 05 hat am Freitagabend einen wichtigen 2:0 (1:0)-Erfolg bei Hertha BSC eingefahren. In der Hauptstadt nutzten die Rheinhessen ihre Chancen eiskalt und schlugen Berlin am Ende verdient. Zum Matchwinner wurde Robin Quaison mit einem Doppelpack.

Hertha-Coach Pál Dárdai wechselte gemessen am 2:0-Erfolg in Leverkusen zweimal: Vedad Ibišević ersetzte den unter der Woche erkälteten Davie Selke und Per Skjelbred lief anstelle von Arne Maier auf. Mainz-Trainer Sandro Schwarz sah sich nach der 2:4-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim zu deutlich mehr Veränderungen gezwungen. Der 39-Jährige brachte vier Neue: Abdou Diallo (Gelbsperre), Nigel de Jong, Kapitän Daniel Brosinksi und Yoshinori Mutō (alle Bank) mussten weichen und wurden von Stefan Bell, Suat Serdar, Gerrit Holtmann und Quaison ersetzt.

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Beide Mannschaften tasteten einander erst einmal ab und gingen kein hohes Risiko. Mainz überließ Hertha den Ball und zog sich zunächst zurück. Zehn Minuten dauerte es, bis es den ersten Abschluss gab. Peter Pekarík versuchte es, sein Schuss allerdings wurde von Bell zur Ecke geblockt (10.). Nach dieser kam Ibišević zu einem Kopfball, Gefahr erzeugte er aber nicht (10.). Auf der Gegenseite hatte Emil Berggreen plötzlich die Chance, Mainz in Führung zu bringen. Nach einem langen Ball tauchte er frei im Sechzehner der Berliner auf, scheiterte aus acht Metern aber an Hertha-Schlussmann Rune Jarstein (14.).

Nach etwas über einer Viertelstunde musste Ibišević den Platz mit einem Nasenbeinbruch verlassen. Kurz zuvor hatte er den Ellbogen von Berggreen ins Gesicht bekommen. Für ihn kam Selke (16.). Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Mitte der ersten Hälfte musste Jarstein aber gegen einen Kopfball von Quaison retten (22.). Selke kam einige Minuten später für die Berliner ebenfalls zum Abschluss, dieser ging aber weit über das Tor (27.). Bell war kurz darauf näher dran, doch auch er verfehlte (29.). Noch vor der Pause brachte Quaison Mainz dann doch in Führung: Aus der Distanz traf der Schwede durch die Beine von Pekarík und Niklas Stark hindurch zum 1:0 (40.).

Heimelf sucht die Mittel, wird aber nicht fündig

Den ersten gefährlichen Versuch nach Wiederanpfiff hatte Mainz: Quaison probierte es aus 15 Metern, der Ball zischte über die Querlatte (51.). Dárdai reagierte auf den Rückstand und brachte Mitchell Weiser für Skjelbred (56.). Die Hauptstädter legten an Tempo zu, Mainz lauerte weiter auf Konter. Einen Abschluss für die Rheinhessen verbuchte Danny Latza, der aus großer Distanz in Jarstein seinen Meister fand (58.). Mit der nächsten Möglichkeit stellte Mainz auf 2:0. Wieder war es Quaison, der für die Rheinhessen traf. Dieses Mal nach einem langen Ball von Jean-Philippe Gbamin (65.).

Kurz nach seinem zweiten Tor wurde der Stürmer durch Mutō ersetzt (68.). Hertha musst nun aktiver werden. So brachte Dárdai Mathew Leckie für Salomon Kalou (73.). Rund eine Viertelstunde vor Schluss hatte Holtmann die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, verpasste diese jedoch aus knapp sieben Metern (74.). Die Heimelf fand keine Mittel, um den Anschluss zu erzielen. Pekarík hatte noch einmal die Chance aufs 1:2, verzog aber haarscharf (87.).