Dortmunder Schützenfest, Minuskulisse in den Stadien

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund stellte am Mittwoch seine geballte Offensivkraft unter Beweis. Gegen den 1. FC Nürnberg gewann der BVB mit 7:0. Das Schützenfest fand allerdings nicht vor ausverkaufter Kulisse statt – so wie einige Spiele in der englischen Woche. Top und Flop des fünften Spieltags.

Top: Die Dortmunder Offensive
Marco Reus traf doppelt, die anderen Torschützen hießen Jacob Bruun Larsen, Achraf Hakimi, Manuel Akanji, Jadon Sancho und Julian Weigl. Beim 7:0-Erfolg gegen Nürnberg wurde deutlich, welch ein Offensivpotenzial in der Mannschaft von Trainer Lucien Favre steckt. Schon beim 4:1-Sieg gegen RB Leipzig zum Saisonauftakt blitzte das Können der Westfalen auf, zu oft allerdings lieferte der BVB in dieser Saison auch schon Spiele, in denen nach vorne nicht viel lief. Nicht so am Mittwochabend. Gegen überforderte Franken klappt einfach alles. Flexibles Angriffsspiel, Kombinationen, Chancenverwertung – Dortmund ließ an keiner Stelle etwas vermissen. Beeindruckend war zudem, dass gleich sechs verschiedene Akteure trafen. Und das aus allen Mannschaftsteilen: Verteidiger, Mittelfeldspieler, Stürmer. Bei der Favre-Elf lief alles zusammen. Jetzt wird es darauf ankommen, diese Leistung in die nächsten Spiele zu übertragen. Dann wird der BVB womöglich ein ernstzunehmender Bayern-Verfolger.

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Flop: Die Minuskulisse in den Stadien
Der deutsche Fußball ist bekannt für seine Fans. Ausländische Spieler und Zuschauer sind immer wieder beeindruckt von der Stimmung, den Choreographien und der Atmosphäre in den Stadien der Bundesliga. In der englischen Woche allerdings musste dieses Bild etwas leiden. Lediglich zwei Partien waren ausverkauft: Das 1:1 von Rekordmeister FC Bayern München gegen den FC Augsburg und der 1:0-Sieg des SC Freiburg gegen den FC Schalke 04. Die anderen Partien schafften es nicht, genügend Zuschauer anzulocken, um alle Ränge zu füllen. Geschuldet war das wohl vor allem den Anstoßzeiten. Für Kinder und Berufstätige sind Besuche von Spielen, die um 20.30 Uhr beginnen, schwer machbar. Anpfiff um 20.30 Uhr, der Abpfiff frühestens um 22.15 Uhr. Inklusive der Abreise geht ein Ausflug ins Stadion bis tief in den späten Abend. Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder kommentierte: „Es ist generell ein Thema, das man hinterfragen sollte, warum viele Leute nicht mehr kommen.“