Dragović und die Zukunftsfrage

Innenverteidiger Alexsander Dragović kehrt zum 1. Juli von Leihverein Leicester City zu Bayer 04 Leverkusen zurück. Ein Verbleib des Österreichers bei der „Werkself“ ist aber – trotz Vertrags bis 2021 – ungewiss.

„Wir haben ihn verliehen, weil er das wollte, um mehr Spielpraxis zu bekommen. Das war nicht so der Fall, aber die Spiele, die er gemacht hat, waren gut. Er hat da ein gutes Standing“, kommentierte Bayers Kaderplaner Jonas Boldt laut Kicker die derzeitige Ausgangslage. Der 27-Jährige absolvierte in England nur elf Ligaspiele. Die „Foxes“ sollen aber dennoch an einer Weiterverpflichtung interessiert sein. Leicester ist aber wohl nicht bereit, Leverkusens Ablöseforderung für Dragović, der im Sommer 2016 noch 16 Millionen Euro gekostet hatte, zu erfüllen. „Es hat sich keiner von City gemeldet“, erklärte Boldt und gab zu verstehen, dass für den Innenverteidiger ein Platz im Kader frei wäre: „Er soll um seinen Platz kämpfen.“

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Dragović aber hat den Wunsch, regelmäßig zu spielen. Dies war auch der Grund, weswegen er sich nach England ausleihen ließ. Seine Aussichten auf Einsätze sind – bedingt durch die Tatsache, dass mit Jonathan Tah, Sven Bender, Panagiotis Retsos sowie Tin Jedvaj vier weitere nominelle Innenverteidiger in Leverkusen unter Vertrag stehen – nicht zwingend besser geworden. Der Österreicher soll deswegen einen Wechsel anstreben. Die Suche nach einem potenziellen Interessenten ist bisher aber nicht von Erfolg gekrönt. Der 27-Jährige konnte vor seinem Intermezzo in England auch in Leverkusen nicht überzeugen, weswegen sich die Frage nach der Ablösesumme zum zentralen Faktor entwickeln könnte.