Draxler sieht mehr „Raketen“ bei Frankreich

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Nationalspieler Julian Draxler hat vor dem Auftakt der Nations League am Donnerstag in München (20.45 Uhr) gegen Weltmeister Frankreich den Gegner gelobt. Im Vergleich zur DFB-Elf sieht er einen Unterschied.

Dieser sei dem Mittelfeldspieler zufolge, „dass die Franzosen in der Offensive momentan ein paar Raketen haben, die freier sind und weniger ans System gebunden, die auch mal verrückte Sachen machen, mal ein Eins-gegen-eins oder Eins-gegen-zwei gewinnen“, sagte er im Interview mit der Funke-Mediengruppe. „Uns fehlt derzeit so ein bisschen das Überraschungsmoment, das die Franzosen mit ihren brutalen Einzelkönnern haben“, sagte Draxler weiter.

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„Wir spielen aus unserem System und setzen auf Passspiel. Der Fußball entwickelt sich aber immer mehr dahin, dass alle Mannschaften gut verteidigen können und man Leute braucht, die mit Dribblings Platz für die anderen schaffen. Da hat Frankreich gegenüber uns die Nase vorn. Diese Lücke wollen wir wieder schließen“, stellte er klar. Damit befeuert Draxler die Diskussionen um Defizite in der Ausbildung im deutschen Fußball. Verschiedene Experten wie Mehmet Scholl oder Matthias Sammer hatten zuletzt gefordert, den Fokus vermehrt auf die individuellen Fertigkeiten der Spieler zu legen.