Duell der Aspiranten: Eintracht empfängt Werder

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Kaum größer hätte das Aufatmen bei Eintracht Frankfurt nach dem Sieg zum Auftakt sein können. Gegen den SV Werder Bremen wollen die Hessen nun am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) möglichst gleich die nächsten drei Punkte, um das Krisengerede endgültig zu beenden.

Nur ein Name bestimmte in den vergangenen Tagen alle Gespräche rund um die Eintracht: Kevin Trapp. Mit der Ausleihe des Keepers, der 2015 für rund zehn Millionen Euro zu Paris Saint-Germain gewechselt war, haben sich die Frankfurter noch mal in der Defensive verstärkt. Doch nicht nur dank der Rückholaktion ist die Stimmung bereits wieder glänzend beim Vorjahresachten. Auch der 2:0-Sieg in der Vorwoche gegen den SC Freiburg hatte für ein großes Aufatmen gesorgt. Zudem sorgte die Auslosung der Europa League-Gruppen für einen zuversichtlich-neugierigen Blick in die Zukunft. Nahezu vergessen sind daher schon wieder das Aus im DFB-Pokal gegen Ulm (1:2) und die Supercup-Klatsche gegen den FC Bayern (0:5). Die „Reaktion“ seines Teams gegen Freiburg sei „sehr wichtig“ gewesen, sagte Trainer Adi Hütter am Freitag. Nun wolle der Verein den Start vergolden – um endgültig die Krise hinter sich zu lassen. „Sollten wir gegen Bremen gewinnen, würden wir in der Liga einen Top-Start hinlegen. Das ist unser Ziel“, sagte der Österreicher.

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Ungewohnt forsch hatte Bremen vor Saisonbeginn die Ziele formuliert. Europa sei das Ziel, erklärten die Norddeutschen und nahmen damit die beste Platzierung seit Jahren ins Visier. Beim ersten Auftritt der neuen Runde stotterte der Werder-Motor allerdings noch ein wenig. Beim 1:1 gegen Hannover 96 durfte erst spät der Ausgleichstreffer bejubelt werden, letztlich musste Bremen froh über den Punktgewinn sein. Dabei hätte das Team im Spielverlauf durchaus für den ersten Dreier sorgen können: „Wir hätten gewinnen müssen. Wir hatten die Möglichkeiten, ich habe fünf hundertprozentige Chancen für uns gezählt“, haderte Florian Kohfeldt noch im Wochenverlauf. Lange mit der Partie aufhalten wollte sich der Werder-Coach aber nicht. „Ungebrochen hoch“ sei die Motivation im gesamten Team, in dieser Saison eine gute Rolle zu spielen. Dabei helfen soll künftig Nuri Şahin, der im Transfer-Schlussspurt noch verpflichtet wurde. Gute Nachrichten gab es zudem von Max Kruse, Martin Harnik und Milot Rashica, die sich nach ihren Blessuren fit gemeldet haben.

Eintracht Frankfurt: Trapp – da Costa, Abraham, Salcedo, Willems – Hasebe, Fernandes – Müller, Gaćinović, Kostić – Haller

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljković, Moisander, Augustinsson – Bargfrede – Eggestein, Klaassen – Ōsako, Kainz – Kruse

Zwei Teams auf Augenhöhe treffen am Samstag aufeinander. Während die Eintracht über den Umweg Pokal den Einzug in die Europa League geschafft, hat sich Bremen in dieser Saison das Projekt Europa auf die Fahnen geschrieben. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Hannover ist der Druck auf Seiten Werders allerdings ein bisschen größer. Im Falle eine Niederlage nämlich fänden sich die Norddeutschen erst mal im Keller wieder – und hätten bereits einen kleinen Rückstand auf die oberen Tabellenregionen.