Düsseldorf feiert Dreierpacker Lukebakio

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf holte beim FC Bayern München am Samstagnachmittag ein überraschendes 3:3. Im Mittelpunkt beim Punktgewinn der Rheinländer stand Dreifach-Torschütze Dodi Lukebakio.

Friedhelm Funkel nahm den gefeierten Helden für ein paar „passende Worte“ gleich einmal zur Seite. Er habe Lukebakio gesagt, „dass er Bleischuhe anziehen soll – um auf dem Boden zu bleiben“, berichtete der Trainer von Fortuna Düsseldorf und schmunzelte. Die Laune bei Funkel nach dem überraschenden 3:3 (1:2) des mutigen Aufsteigers bei Bayern München war bestens – genauso wie bei Lukebakio selbst. Für seine Leistung und seine drei Tore (44., 77. und 90.+3) habe er eigentlich nur „ein Wort“, meinte der junge Belgier strahlend: „Unbelievable.“

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Es war in der Tat unglaublich, was der 21-Jährige in der Allianz Arena zeigte. Der pfeilschnelle Angreifer, den die Fortuna im Sommer vom FC Watford ausgeliehen hat, degradierte die indisponierten Münchner Nationalspieler Niklas Süle und Jérôme Boateng zu Statisten – und sorgte für große Glücksmomente bei der Fortuna. Das fühle sich „wie ein Sieg an“, sagte Torwart Michael Rensing, einst selbst in München aktiv, bei Sky, „da gibt es nichts Schöneres“. Er sei einfach nur „stolz“, ergänzte Kapitän Oliver Fink.

Rheinländer überzeugen durch Teamgeist

Die Düsseldorfer hatten dem kriselnden Rekordmeister vor allem Anschauungsunterricht in Sachen Teamgeist gegeben. Man habe gesehen, betonte Adam Bodzek, „dass wir als Mannschaft funktionieren und Rückschläge wegstecken können“. Man habe auch nach dem 1:3 „nicht die Grundordnung verloren. Das war ganz wichtig. Wir haben alle zusammen vieles richtig gemacht“, lobte Funkel.

Zwar blieb die Fortuna auswärts weiter sieglos und befindet sich nach wie vor im Tabellenkeller in prekärer Lage. Doch das 3:3 beim Rekordmeister sei „von der Moral her gar nicht hoch genug zu bewerten“, betonte der erfahrene Coach und fügte mit Blick auf das kommende Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen den 1. FSV Mainz 05 an: „Das war wichtig für das Selbstvertrauen. Mainz ist ein unangenehmer Gegner, da müssen wir wieder so diszipliniert auftreten.“ So müsse die Fortuna „weitermachen“, meinte Lukebakio. Wie lange die Fortuna noch Freude am jungen Belgier haben wird, ist offen. Angeblich gibt es keine Kaufoption. In dieser Form dürfte Lukebakio ohnehin ein Kandidat für größere Klubs sein. Doch noch darf Funkel „sehr glücklich sein, dass wir ihn haben“.