Düsseldorf kann „endlich wieder lächeln“

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Fortuna Düsseldorf setzte sich am Dienstagabend im DFB-Pokal gegen den SSV Ulm 1846 durch. Die Rheinländer hoffen, dass der souveräne 5:1-Erfolg beim Regionalligisten Auftrieb für die Bundesliga gibt.

Die Erleichterung bei den Düsseldorfern war greifbar. „Endlich kann man nach einem Spiel mal wieder lächeln“, sagte Sportvorstand Erich Rutemöller. Dieses Erfolgserlebnis habe die Fortuna „gebraucht. Das ist ein positiver Reiz. Ich hoffe, dass der Sieg Auftrieb gibt“, fügte er mit Blick auf die prekäre Situation in der Bundesliga und das Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach an. Nach zuletzt fünf Pleiten in Folge war die Qualifikation für das DFB-Pokal-Achtelfinale allenfalls ein erster kleiner Schritt aus der Krise, doch auch Trainer Friedhelm Funkel unterstrich die Bedeutung vor der „Mammutaufgabe“ in Gladbach.

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„Dafür bekommen wir zwar keine Punkte, aber das war wichtig für die Moral der Truppe. Wir fahren mit einem guten Gefühl zurück und mit einigem Optimismus nach Gladbach“, betonte der 64-Jährige. Selbst der Ulmer Blitzstart mit dem Führungstor nach nur 14 Sekunden durch Ardian Morina hatte den Tabellenletzten der Bundesliga nicht nachhaltig geschockt. „Wir haben die Ruhe bewahrt und die Tore schön herausgespielt“, lobte Funkel die Reaktion seines Teams. Vor allem seine zuletzt harmlose Offensive habe sich „den nötigen Schwung für die Bundesliga geholt“, wie Rouwen Hennings zufrieden anmerkte. Der Stürmer hatte zum zwischenzeitlichen 2:1 getroffen.

Fortuna-Stürmer treffen wieder

Zudem beendete Marvin Ducksch, in der Liga noch ohne Tor, seine Ladehemmung mit einem Doppelpack. Auch der starke Dodi Lukebakio traf zweimal. Die Leistung des 21-jährigen Belgiers wollte Funkel jedoch nicht überbewerten. Natürlich sei der Auftritt „gut“ gewesen, doch: „Dodi wird jetzt bestimmt in den Himmel gehoben, aber das war kein Maßstab für die Bundesliga.“ Lukebakio müsse sein Leistungsvermögen nun auch „in der Liga umsetzen. Um dort anzukommen, braucht er noch eine ganze Menge“, betonte Funkel.

Dennoch – dass die Angreifer wieder getroffen hatten, „war wichtig“, betonte Mittelfeldspieler Matthias Zimmermann. Düsseldorf habe gezeigt, ergänzte er, „dass wir Fußball spielen können. Aber diesen Mut müssen wir jetzt auch mitnehmen.“ Die Fortuna werde, versprach Torhüter Michael Rensing, am kommenden Sonntag in Mönchengladbach „mit anderer Brust auftreten“.