Eberl prangert fehlende Solidarität im Profifußball an

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Max Eberl warnt mit Blick auf die anhaltende Diskussion um die Montagsspiele vor fehlender Solidarität im deutschen Profifußball. Die Entscheidung sei gemeinsam getroffen worden, erinnerte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach.

„Der Fußball und Deutschland – das gehört zusammen. Im Positiven. Ich will jetzt nicht von 1954 erzählen und elf Freunden auf dem Platz. Aber wo haben wir im Fußball noch Solidarität?“, fragte Eberl im Interview der Sport Bild. Als Beispiel zog der 44-Jährige die Diskussion um die Montagsspiele heran: „Wir Vereine haben einstimmig für diese Spiele gestimmt, weil wir es sportlich für richtig halten. Mannschaften, die international spielen, sollten etwas entlastet werden können.“

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Allerdings hielten sich nicht alle Ligavertreter an das Votum. Ihn störe, dass man aus manchen Vereinen trotzdem latent höre, dass sie gegen Montagsspiele seien. „Sich bei der ersten Kritik aus der Verantwortung zu stehlen, empfinde ich als unsolidarisch“, konstatierte Eberl. Vielleicht kämen alle nach einiger Zeit zu der Erkenntnis, „dass die Idee nicht gut war. Ich erwarte aber, dass wir unsere Entscheidung, die wir ausgiebig diskutiert haben, zumindest für diese TV-Periode, für die wir es eingeführt haben, gemeinsam vertreten und der Sache eine Chance geben. Alle!“