Eberl will von Spiel zu Spiel denken

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbach steht nach den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen mit vier Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Sportdirektor Max Eberl zeigte sich mit dem Auftakt in die neue Saison zufrieden.

Gladbach sei die „ersten Schritte der noch jungen Saison erfolgreich gegangen“, sagte der Verantwortliche in einem Interview auf der Vereinshomepage. Natürlich, meinte Eberl, hätte Gladbach auch gerne in Augsburg (1:1) gewonnen, punktetechnisch habe die Elf vom Niederrhein aber einen guten Start hingelegt. Vier Zähler seien in der Summe „absolut in Ordnung“, betonte er. 23 Millionen Euro, und damit eine Rekordsumme, investierte die Borussia im Sommer in die Verpflichtung von Stürmer Alassane Pléa. „Heutzutage ist es leider so, dass wenn ein Spieler viel Geld kostet, eine ganz andere Aufmerksamkeit für ihn da ist“, monierte Eberl, der mit dem Start des Neuzugangs glücklich ist. Zwar benötige der 25-Jährige noch etwas Eingewöhnungszeit, diese allerdings werde er vom Verein bekommen.

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Die Zielvorgabe für die laufende Saison sei bei der Borussia keine besondere Platzierung. Vielmehr denke der Klub aufgrund der Ausgeglichenheit in der Bundesliga von Spiel zu Spiel. „Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir weniger ambitioniert sind. Doch man muss jedes Wochenende gegen jedes Team eine Topleistung abrufen, um am Ende seine Ziele zu erreichen. Deswegen tun wir gut daran, uns immer nur mit dem nächsten Spiel zu beschäftigen“, sagte der Sportdirektor.

Sportdirektor ist stolz auf Nachwuchsarbeit

Auch im nächsten Spiel gegen den FC Schalke 04 (15. September, 18.30 Uhr) wird Jordan Beyer wieder eine Alternative auf der Rechtsverteidigerposition sein. Der 18-Jährige spielte sich in den vergangenen Wochen in den Fokus und hat bleibenden Eindruck hinterlassen. „Jordan hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt und nachdrücklich gezeigt, welche Qualitäten er hat. Und in den ersten drei Pflichtspielen hat er bewiesen, dass er eine echte Alternative sein kann und auch in Zukunft sein wird“, lobte Eberl das Eigengewächs. Der Verantwortliche äußerte sich merklich stolz im Bezug auf die Nachwuchsarbeit des Vereins. Der Defensivmann sei bereits der 25. Spieler aus der Jugendakademie, der seit dem Umzug in den Borussia-Park sein Bundesliga-Debüt gegeben habe. Die guten Leistungen des 18-Jährigen seien auch der Grund dafür gewesen, dass Gladbach nicht auf die Verletzung von Michael Lang reagiert habe: „Wenn wir jetzt noch einen neuen Spieler verpflichtet hätten, hätte Jordan vielleicht keine Chance mehr gehabt, aber genau das wollten wir nicht.“

Neben Lang ist auch Ibrahima Traoré aktuell angeschlagen. Beide allerdings werden in Kürze ins Training zurückkehren. László Bénes und Nico Elvedi sind seit Kurzem wieder mit dabei. Damit bieten sich Trainer Dieter Hecking wieder mehr personelle Alternativen. In den vergangenen Jahren habe die Borussia Top-Platzierungen vielleicht auch verpasst, weil in den entscheidenden Phasen zu viele Akteure verletzt waren, sagte Eberl. „Wir haben im Sommer daher ganz bewusst Veränderungen im Betreuerstab vorgenommen und Leute dazu geholt, um die Zahl der verletzten Spieler zu reduzieren. Das trägt nun die ersten Früchte“, betonte er und erklärte: „Fast alle verletzten Spieler kommen jetzt nach und nach zurück. Das Wichtigste ist, dass sie fortan gesund bleiben – und da sind wir aktuell auf einem guten Weg.“