Eintracht bejubelt eine „magische Nacht“

Foto: Lars Baron/Getty Images

Wie im Rausch hatte sich Eintracht Frankfurt präsentiert und einen überraschenden 4:1-Sieg gegen Lazio Rom eingefahren. Spieler und Trainer waren sich anschließend einig, eine „magische Nacht“ erlebt zu haben.

Schon vor dem Anpfiff habe sich Gänsehautstimmung bei den Frankfurtern breitgemacht, sagte Marco Russ, diese habe sich anschließend durch das gesamte Spiel gezogen. „Als wir unten standen, begann mit der Choreo eine magische Nacht. Diese endete nach dem tollen Spiel mit einem Sieg gegen eine absolute Top-Mannschaft“, erklärte der Innenverteidiger. Die außergewöhnliche Stimmung habe die Mannschaft den Fans zu verdanken: Einen „riesigen Anteil“ hätten die Anhänger an dem Erfolg, ergänzte Russ: „Sie bringen eine mega Stimmung rein und treiben uns an. Heute in besonderer Art und Weise.“

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Ebenfalls von einer „magischen Nacht“ und von „echtem Gänsehautfeeling“ sprach Trainer Adi Hütter. Den Auftritt gegen Lazio werde er „nie vergessen“. Danny da Costa (4., 90.+4), Filip Kostić (28.) und Luka Jović (52.) hatten die Eintracht zum Sieg geschossen, für die Römer glich zwischenzeitlich Marco Parolo (23.) aus. „Der Schlüssel zum Sieg war das 2:1, das hat uns auf die Siegerstraße gebracht“, erklärte Hütter. Der Sieg sei „mit sehr viel Arbeit und Einsatz verbunden“ gewesen, sein Team habe „mächtig dagegenhalten“ müssen.

Todesfall in Torrós Familie

Mit der Optimalausbeute von sechs Punkten nach zwei Spielen führt der Bundesligist derzeit die Gruppe H an. Es folgen Lazio mit drei Zählern sowie Olympique Marseille und Apollon Limassol mit je einem Punkt. Hütter aber warnte: „Gut“ sei die Ausgangsposition, sagte der 48-Jährige. Aber: „Wir haben noch nichts erreicht und müssen weiter hart arbeiten.“ Sébastien Haller erklärte: „Es gibt jetzt gar keinen Grund, überheblich zu werden. Die Herausforderung der Gruppe bleibt groß.“

Nach Abpfiff überbrachte Hütter seiner Mannschaft noch eine traurige Nachricht: Ein Bruder von Lucas Torró sei in der Nacht zuvor gestorben, der Mittelfeldspieler hatte sich trotzdem für einen Einsatz gegen Lazio entschieden. „Dafür gilt es besondere Anerkennung für seine Leistung zu zollen“, sagte der Österreicher. „Wir stehen Lucas jetzt bei, stützen ihn und haben ihm die nächsten Tage freigegeben, damit er zu seiner Familie reisen kann. Er wird am Sonntag in Sinsheim nicht dabei sein.“