Eintracht-Party soll gegen Limassol in die nächste Runde gehen

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Bereits seit einigen Wochen präsentiert sich Eintracht Frankfurt wie im Rausch. Gegen Apollon Limassol soll am Donnerstagabend (21 Uhr) der nächste Sieg her, ein Riesenschritt in Richtung der Runde der letzten 32 Teams in der Europa League naht.

Selten hatte ein Eintracht-Trainer derart die Qual der Wahl wie Adi Hütter: Luka Jović, Ante Rebić und Sébastien Haller treffen derzeit beinahe nach Belieben, einer aus dem Trio wird jedoch auf der Bank Platz nehmen müssen. Oder doch nicht? „Natürlich besteht die Möglichkeit, dass alle drei Angreifer spielen“, sagte Adi Hütter am Mittwoch, ohne aber ins Detail gehen zu wollen. „Das möchte ich mir bis morgen offen lassen.“ Die Eintracht-Offensive schließlich versetzte zuletzt eine Menge Gegner in Angst und Schrecken. 7:1 wurde am vergangenen Freitag Fortuna Düsseldorf vom Platz gefegt, Haller traf zweimal, Jović stellte mit fünf Toren gar einen neuen Vereinsrekord auf. Zuvor hatte es Siege gegen Hannover (4:1), Lazio Rom (4:1) und Hoffenheim (2:1) gegeben. Ein wenig aus dem Nichts gekommen waren die furiosen Vorstellungen, insbesondere in der Europa League. Vor der Partie gegen die Römer hatte sich die Eintracht bereits mit 2:1 bei Olympique Marseille durchgesetzt. Dank bereits sechs Punkten auf dem Konto ist das Erreichen der nächsten Runde zum Greifen nah. Sollte es in den kommenden beiden Duellen mit den Zyprern Siege geben, wäre das Ticket für die Runde der letzten 32 bereits gebucht. „Die Euphorie werde ich bestimmt nicht mutwillig bremsen“, feixte Hütter.

- Anzeige -

Limassol ist die große Unbekannte in der Europa League-Gruppe H. Als krasser Außenseiter gestartet, überraschte Apollon bereits einen Favoriten kalt. Gegen Marseille gab es vor drei Wochen überraschend ein 2:2. Gegen Lazio hatten sich die Zyprer zuvor ebenfalls teuer verkauft und unterlagen nur knapp 1:2. Die Eintracht also dürfte gewarnt sein. „Ausgebufft“ sei der kommende Gegner, warnte Hütter, der einen mutigen Gast erwartet. „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und werden sich sicher nicht verstecken“, warnte der Frankfurt-Coach. Treffsicher für den aktuellen Zweiten der zyprischen First Division präsentierte sich bislang auf internationalem Parkett Emilio Zelaya. Der 31 Jahre alte Mittelstürmer steuerte sowohl gegen Rom als auch gegen Marseille ein Tor bei. Makoto Hasebe und die Nebenleute in der Eintracht-Defensive werden sich auch gegen den Außenseiter keine Konzentrationsschwächen leisten können.

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, N’Dicka – Torró – da Costa, de Guzmán, Kostić – Rebić – Haller, Jović.

Apollon Limassol: Vale – Pedro, Yuste, Roberge, Soumah – Bru, Sachetti – Sardinero, Marković, Carayol – Zelaya.

Es wäre schon eine faustdicke Überraschung, sollte die Frankfurter Siegesserie ausgerechnet gegen den Underdog aus Zypern reißen. Mit den Fans im Rücken, die bereits gegen Lazio eine Riesenstimmung ins Stadion gebracht hatten, dürfte der Bundesligist nichts anbrennen lassen und den nächsten Schritt Richtung Gruppensieg machen. Für Hütter könnte die Partie zugleich ein Experimentierfeld sein, falls er sich für den Dreiersturm Jović, Rebić und Haller entscheidet. Das Risiko wäre aufgrund der herausragenden Form des Trios wohl überschaubar.