EM-Vergabe: UEFA veröffentlicht Bericht am Freitag

Foto: Christof Koepsel/Getty Images for DFB

Die UEFA leitet am Freitag die heiße Phase der Vergabe der EM 2024 ein. Auf seiner Internetseite wird der europäische Fußballverband seinen Evaluierungsbericht veröffentlichen, der sich detailliert mit den Bewerbungen des DFB und des türkischen Verbandes TFF befasst.

„Wir werden zudem im Sinne der Transparenz zeitgleich die Inhalte unseres Bid Books veröffentlichen, soweit dies rechtlich möglich ist“, sagte DFB-Bewerbungschef Markus Stenger. Auch der Konkurrent aus der Türkei wird eine Version seiner Bewerbungsunterlagen zugänglich machen. Die Bewertung der beiden Kampagnen durch die UEFA könnte das Wahlverhalten des Exekutivkomitees in der kommenden Woche entscheidend beeinflussen.

- Anzeige -

Stimmberechtigt bei der Vergabe am 27. September in Nyon sind voraussichtlich 17 Mitglieder des Exekutivkomitees. DFB-Präsident Reinhard Grindel und sein TFF-Amtskollege Servet Yardimci dürfen nicht abstimmen. Gewählt wird geheim mit einem Punktesystem, bei Stimmgleichheit entscheidet UEFA-Präsident Aleksander Čeferin.

„Haben Gefühl, wer für und wer gegen uns ist“

„Wir wären glücklich, wenn schlussendlich mindestens neun von ihnen für uns stimmen“, sagte Stenger. „Natürlich haben wir ein Gefühl, eine Idee, wer aktuell eher für den DFB und wer eher gegen unsere Bewerbung stimmen könnte. Sicher kann man sich bei einer geheimen Wahl aber nie sein.“ Der DFB hofft darauf, dass die Exko-Mitglieder nach objektiven Kriterien entscheiden. „Man kann am Ende des Tages natürlich nie ganz ausschließen, dass in irgendeiner Art und Weise auch politische Interessen eine Rolle spielen können“, ergänzte Stenger. „Aber wir hoffen darauf, dass die Exko-Mitglieder unabhängig davon entscheiden, was das Beste für den Fußball in ihrem Land und Europa ist. Und das wäre Deutschland.“

Im Evaluierungsbericht der UEFA werden einzelne Teilbereiche der Bewerbungen bewertet, beispielsweise die Infrastruktur und der Zustand der Stadien. Dass eine Kampagne die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt hat, ist ebenfalls noch möglich, aber sehr unwahrscheinlich.