„Entscheidende Duelle“: Gegen Celtic will RB nachlegen

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Die Auftaktniederlage hat RB Leipzig inzwischen ausgebügelt, gegen Celtic Glasgow wollen die Sachsen am Donnerstagabend (18.55 Uhr) den zweiten Schritt in Richtung der nächsten Runde der Europa League machen. Sorgen bereitet allerdings die Personalsituation.

Der durchwachsene Saisonstart ist in Leipzig inzwischen schon wieder vergessen. Zwar gab es am vergangenen Samstag nur ein 0:0 ein Augsburg. Davor jedoch hatte RB vier Siege in Folge geholt und unter anderem mit einem 3:1 gegen Trondheim den Anschluss an die Spitze der Europa League-Gruppe B hergestellt. Spiel eins schließlich war überraschend verloren worden, gegen Schwesterklub Red Bull Salzburg gab es Mitte September ein 2:3. Diese Partie hatte Ralf Rangnick bereits vor einigen Wochen als Knackpunkt der bisherigen Saison ausgemacht. „Seitdem spielen wir anders und verteidigen auch besser“, hatte der RB-Trainer nach dem Sieg gegen Trondheim festgestellt. Keinen Hehl machte Rangnick vor dem dritten Spiel daraus, dass gegen Celtic nun der nächste Dreier folgen soll. Die Duelle mit den Schotten seien „sicherlich entscheidend, um die Gruppenphase zu überstehen“, analysierte der 60-Jährige. „Daher ist klar: Wir wollen unbedingt gewinnen – das wird Glasgow auch wollen.“ Ein wenig Kopfzerbrechen dürfte Rangnick allerdings die Personalsituation gemacht haben. Emil Forsberg fällt weiterhin aufgrund von Leistenbeschwerden aus, Ibrahima Konaté aufgrund einer Grippe, Diego Demme wegen Problemen mit der Wade. Zudem bangten die Sachsen vorab noch um einen Einsatz von Timo Werner. Der Stürmer konnte am Mittwoch aufgrund muskulärer Probleme nur individuell trainieren, dürfte aber zumindest im Kader stehen.

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Drei Punkte weist das Konto der Leipziger bislang auf, drei Punkte sammelte auch Celtic in den ersten beiden Spielen. Auf ein 1:0 gegen Trondheim folgte ein 1:3 in Salzburg. Mindestens einen Punkt werden die Schotten daher am Samstag in der Red Bull Arena anpeilen, um dann im Rückspiel daheim an dem Bundesligisten vorbeizuziehen. Vor allem an der Offensive muss Coach Brendan Rodgers allerdings arbeiten, der Angriff nämlich blieb in den ersten beiden Spielen blass. Glücklich etwa war der Sieg gegen Trondheim, den Leigh Griffiths erst wenige Minuten vor Schluss markiert hatte. In der Scottish Premier League fällt Celtic das Toreschießen naturgemäß deutlich leichter. 4:2 siegte die Rodgers-Elf am vergangenen Samstag gegen Edinburgh, davor gab es ein 6:0 beim FC St. Johnstone. Die Konkurrenz in Schottland aber hat nun mal auch nicht internationale Klasse. Derzeit belegt Celtic, das zuletzt siebenmal in Folge Meister wurde, allerdings trotzdem nur Rang zwei. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Heart of Midlothian.

RB Leipzig: Mvogo – Mukiele, Orban, Upamecano, Halstenberg – Kampl, Ilsanker – Sabitzer, Bruma – Poulsen, Augustin

Glasgow: Gordon – Lustig, Boyata, Benković – Forrest, Ntcham, Brown, Tierney – Rogic, McGregor – Edouard

Mindestens einen Punkt braucht RB, um zur Halbzeit der Gruppenphase auf Rang zwei zu stehen. Ein Remis allerdings würden die Leipziger als Enttäuschung empfinden, zumal Rangnick einen Sieg gefordert hat. Sollte es nicht mit dem Dreier klappen, könnte die Rückserie eine Gratwanderung werden, zumal als Nächstes das heiße Duell in Schottland ansteht.