Erneuter Rückschlag für Bayerns Coman

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Bayern Münchens Kingsley Coman hat gleich zum Auftakt der Bundesliga-Saison am Freitag gegen die TSG Hoffenheim (3:1) einen erneuten Rückschlag erlitten. Der 22-jährige Franzose verletzte sich kurz vor der Halbzeitpause bei einem Zweikampf mit dem Hoffenheimer Nico Schulz am linken Sprunggelenk und musste umgehend ausgewechselt werden.

„Es sieht im Moment nicht so gut aus, er hat starke Schmerzen. Ich hoffe, es ist nichts Ernstes“, erklärte Trainer Niko Kovač direkt nach dem Spiel. Mit Tränen in den Augen und gestützt auf zwei Betreuer hatte Coman den Platz verlassen. Die bittere Diagnose kam noch mitten in der Nacht: Riss des Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenks. Coman muss operiert werden und wird dem FC Bayern somit erneut mehrere Monate fehlen. Der Franzose hatte wegen der selben Verletzung bereits die Schlussphase der vergangenen Saison sowie die Weltmeisterschaft in Russland verpasst, bei der seine Teamkollegen den zweiten WM-Titel für Frankreich gewannen. Sein letztes Bundesliga-Spiel hatte er im Februar bestritten.

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Beim Auftaktspiel der 56. Bundesliga-Saison erhielt Coman nun den Vorzug vor Arjen Robben auf dem rechten Flügel. Der Niederländer kam noch vor der Pause für Coman in die Partie und traf später zum 3:1-Endstand. „Das ist bitter und tut extrem weh. Ich war schockiert. King hat bis dahin überragend gespielt“, sagte Joshua Kimmich. Neben Robben saßen auch Nationalspieler Mats Hummels, Neuzugang Leon Goretzka und James zunächst auf der Ersatzbank des deutschen Rekordmeisters. Weltmeister Corentin Tolisso und Sebastian Rudy standen erst gar nicht im Kader. „Es wird immer wieder vorkommen, dass ich rotiere“, sagte Kovač dazu lapidar. Robben sprach im ZDF von einer „Riesenenttäuschung. Auch wenn ich 34 bin: Nach sieben harten Wochen Vorbereitung willst du beim Auftakt dabei sein.“ Er müsse die Entscheidung respektieren, „aber wenn du dann reinkommst, musst du es zeigen“. Das tat Robben.