Euphorisierter BVB trifft auf kriselndes Monaco

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund empfängt am zweiten Spieltag der laufenden Champions League-Saison am Mittwochabend (21 Uhr) die AS Monaco. Gegen die Franzosen will der BVB sein fulminantes Offensivspiel wieder einmal auf den Platz bringen. Zeitgleich werden böse Erinnerungen wach.

Eine Niederlage als BVB-Trainer kennt Lucien Favre nicht. Der Schweizer bestritt mit seiner Mannschaft seit Amtsübernahme acht Pflichtspiele, sechs davon gewann Schwarz-Gelb, zweimal gab es ein Unentschieden. Allmählich schafft es der Übungsleiter, seine Offensive ins Rollen zu bekommen. Beim 7:0 gegen den 1. FC Nürnberg klappte alles, beim 4:2 in Leverkusen lieferte Dortmund zwar keine gute erste, dafür aber eine überragende zweite Hälfte. Favre allerdings warnte trotz der guten Leistungen seiner Elf vor den Franzosen: „Monaco ist eine sehr gute Mannschaft, auch wenn sie nicht sehr gut gestartet sind. Das wird eine schwere Aufgabe.“ Automatisch kommen vor dem Duell mit der AS die Erinnerungen an den Bombenanschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus hoch. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte gegenüber der Sport Bild jedoch: „Sebastian Kehl hat in Abstimmung mit der Vereinsführung mit den Spielern über die Situation gesprochen. Sie sind sich einig, dass die Ereignisse inzwischen verarbeitet sind.“ Auch Kehl erklärte, dass der Fokus auf dem Sportlichen liege. Fehlen wird am Mittwoch der Japaner Shinji Kagawa.

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Monaco steckt aktuell in einer Krise. In den ersten acht Ligaspielen hat die Mannschaft aus dem Fürstentum lediglich sechs Punkte eingefahren. Die Konsequenz: Tabellenplatz 18. Eine ungewohnte Situation für die AS. Begründet ist dieser Umstand auch in Abgängen einiger wichtiger Spieler. So verließen beispielsweise Thomas Lemar (Atlético Madrid) und Fabinho (FC Liverpool) den Verein. Der letzte Sieg der Franzosen liegt weit zurück. Am ersten Ligue 1-Spieltag gewann Monaco mit 3:1 beim FC Nantes. Seither gab es wettbewerbsübergreifend drei Unentschieden und fünf Niederlagen. Auch zum Champions League-Auftakt zog die AS den Kürzeren: Gegen Atlético verlor Monaco beim Wiedersehen mit Lemar mit 1:2. So könnte eine Niederlage beim BVB die Krise weiter verschärfen. Abgesehen davon wäre das Weiterkommen wohl vorerst kein Thema mehr.

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud, Weigl – Pulisic, Reus, Sancho – Philipp

AS Monaco: Benaglio – Sidibé, Glik, Jemerson, Henrichs – Aholou, Tielemans – Chadli, Golovin, Grandsir – Falcao

Die Rollen sind am Mittwoch klar verteilt: Der BVB ist der Favorit, Monaco kommt als Außenseiter ins Ruhrgebiet. Zwar werden die Franzosen versuchen, die Westfalen vor Probleme zu stellen. Mit einem Dortmunder Sieg ist dennoch zu rechnen.