Fährmann adelt „emotionalen“ Tedesco

Torwart Ralf Fährmann freut die jüngste Siegesserie des FC Schalke 04. Der Kapitän macht die taktische Disziplin und Geschlossenheit als Erfolgsrezept aus und lobt seinen Trainer Domenico Tedesco.

Vier Spiele in Folge gewannen die Königsblauen zuletzt – in den letzten drei Partien blieb der Tabellenzweite ohne Gegentor. „Ich glaube jeder Defensivspieler und insbesondere jeder Torhüter freut sich über jedes Spiel, das man zu Null gewinnt. Es ist auch ein stückweit der Lohn für die harte Arbeit, die wir in den letzten Wochen geleistet haben“, meinte Fährmann im vereinseigenen Interview. Die „Knappen“ sind auf Champions League-Kurs, doch der Schalker Schlussmann, der am Wochenende sein 200. Pflichtspiel für S04 bestritt, mahnte zur Bescheidenheit: „Wir können das schon sehr gut einschätzen. Es ist sehr eng in der Tabelle und es sind noch einige Spiele zu absolvieren. Wir haben noch eine weite Strecke vor uns.“

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Spielerisch waren die Auftritte der „Knappen“ zuletzt nicht immer sehenswert, ihre Punkte holte die Tedesco-Elf vor allem dank ihrer Defensivstärke und einer starken mannschaftlichen Geschlossenheit. „Wir sind taktisch immer sehr gut auf den jeweiligen Gegner vorbereitet. Aber uns zeichnet momentan vor allem die Leidenschaft aus. Wir kämpfen zusammen, sind für den Anderen da und pushen uns gegenseitig“, lobte Fährmann seine Teamkollegen.

„Müssen uns auf unsere Stärken besinnen“

Für ihn ist diese Mentalität auch ein Verdienst des Trainers, dessen Bedeutung für den Erfolg er hervorhob. „Er ist der Chef auf dem Platz und vermittelt uns genau diese Dinge, die unser Spiel auszeichnen. Die Zuschauer sehen ja oft, wie emotional er an der Seitenlinie ist“, schwärmte Fährmann und ergänzte: „Wenn der Chef mit so viel Leidenschaft und Emotionen vorangeht, so akribisch arbeitet, dann färbt das zwangsläufig auch auf die Mannschaft ab.“ Dass Schalke gerade in eigenem Ballbesitz noch Luft nach oben hat, ist dem Torhüter bewusst, Grund zur Sorge ist das für ihn freilich nicht. „Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem wir sagen können, dass wir jeden Gegner mit 80 Prozent Ballbesitz an die Wand spielen wollen. Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und alles aus unseren Möglichkeiten herausholen“, betonte er.