Farbanschlag auf Haus von Hertha-Geschäftsführer Keuter

Foto: Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

Geschäftsführer Paul Keuter muss als Markenchef des Bundesligisten von Hertha BSC mit heftigen Widrigkeiten leben. Auf das Haus in Berlin, in dem der 43-Jährige wohnt, wurde ein Farbanschlag verübt.

„@Paul: Ist Hertha hier zu Hause???“, wurde mit blauer Farbe auf die helle Fassade geschmiert. Darüber berichtet die Bild-Zeitung. Es liegt inzwischen eine Anzeige wegen Sachbeschädigung vor. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen aufgenommen. Bei Teilen der aktiven Fanszene steht Keuter wegen seiner Vermarktungsstrategie stark in der Kritik.

- Anzeige -

Vielen Anhängern geht die Digitalisierung im Klub, die der frühere Twitter-Manager vorantreibt, zu weit und zu sehr auf Kosten der Tradition. Plakate in Herthas Fankurve mit Aufschriften wie „Keuter, dein Ende naht!“ sowie üble Beschimpfungen im Internet hatten zuletzt gezeigt, wie zerrüttet das Verhältnis zwischen dem Geschäftsführer und Teilen der Fans ist. Am frühen Mittwochnachmittag äußerte sich der Klub in einer Stellungnahme zu den Vorfällen. Die Geschäftsleitung, das Präsidium und der Aufsichtsrat verurteilten die Tat einstimmig. „Hertha BSC trifft seine strategischen Entscheidungen stets gemeinschaftlich mit allen vier Mitgliedern der Geschäftsleitung. So auch bezüglich Themen wie Ausrichtung, Saisonmotto oder in anderen Bereichen, die dazu dienen, Hertha BSC zukunftsorientiert und modern aufzustellen“, hieß es dort.

Dass nicht alle Entscheidungen immer auf die Zustimmung aller stießen, die mit Hertha BSC verbunden seien, sei ebenso zu akzeptieren wie konstruktive Kritik: „Was wir allerdings nicht akzeptieren, ist der Umstand, dass Einzelpersonen herausgepickt und auf perfide Weise mit Drohungen auch im privaten Umfeld attackiert werden. Wir hoffen darauf, dass die Täter ermittelt werden können.“ Salomon Kalou (Infekt) und Vedad Ibišević (Vorsichtsmaßnahme) fehlten derweil am Vormittag beim Training.