Favre warnt vor Brügges Defensive

Foto: Christof Koepsel/Getty Images

Borussia Dortmund will den zweiten Matchball nutzen und den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt machen. Gegen den FC Brügge ist der Bundesliga-Tabellenführer klarer Favorit – auch wenn er sich im Hinspiel in Belgien lange schwertat.

In der Bundesliga souverän an der Spitze, in der Königsklasse vor dem Sprung ins Achtelfinale: Borussia Dortmund will den zweiten Matchball nutzen und in die K.o.-Runde der Champions League einziehen, dem BVB genügt dafür im Duell mit Belgiens Meister FC Brügge am Mittwoch (21 Uhr) bereits ein Punkt. Angesichts der bislang erfolgreichen Saison gibt es kaum Zweifel daran, dass das vorzeitige Weiterkommen gelingt – doch Trainer Lucien Favre warnt.

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„Wir müssen eine sehr, sehr gute Leistung bringen. Wir erinnern uns alle an das Spiel dort, es war sehr, sehr schwer“, sagte der Schweizer Coach am Dienstag mit Blick auf das mühsame 1:0 in Brügge zum Beginn der Champions League-Saison. Auch Mario Götze erwartet beim Wiedersehen am Mittwoch ein „schwieriges Spiel“. Der 26-Jährige betonte: „Wir haben uns viel vorgenommen, aber Brügge ist eine sehr, sehr gute Mannschaft.“

Zwei Siege bedeuten den Gruppensieg

Im Fernduell um den Gruppensieg gegen Atlético Madrid kann sich der BVB keinen Ausrutscher erlauben. Zwar hat Dortmund den direkten Vergleich gegen den spanischen Spitzenklub gewonnen, doch beim 0:2 in Madrid kassierte Dortmund vor drei Wochen die erste Pflichtspielniederlage der Saison – und war dabei erstmals überhaupt deutlich unterlegen. Entsprechend wichtig sind die anstehenden Spiele gegen Brügge und zum Abschluss der Gruppenphase am 11. Dezember bei der kriselnden AS Monaco. Bei zwei Siegen ist dem BVB Platz eins und damit ein vermeintlich leichterer Gegner im Achtelfinale sicher. Es wäre zudem ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz, Atlético, immerhin 2014 und 2016 Champions League-Finalist, hinter sich zu lassen.

Doch so weit denkt Favre noch nicht, seine volle Aufmerksamkeit gilt Brügge. Der Coach erwartet die Gäste wieder mit einer defensiven Grundordnung und auf Konter lauernd. „Es ist schwierig, dort Lücken zu finden“, sagte Favre, der sich noch bestens an das Hinspiel erinnert. Damals erlöste Christian Pulisic Dortmund mit seinem Treffer in der 85. Minute, hinten stand Keeper Roman Bürki mehrfach im Mittelpunkt. 13 Pflichtspiele und zehn Siege später ist das Dortmunder Selbstverständnis ein anderes. Vor allem das 3:2 im Spitzenspiel gegen Rekordmeister FC Bayern München hat dem BVB weiter Auftrieb gegeben. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke träumt bereits von der nationalen Wachablösung und sieht den Verein auch im europäischen Vergleich auf dem richtigen Weg.

Schwarz-Gelb will hoch hinaus

Bis zum Jahr 2025 strebe der BVB laut Watzke einen Umsatz von 500 Millionen Euro an – und zwar „ohne Transfererlöse“. Schon jetzt sei der Klub gut aufgestellt, die vielen jungen Spieler wie Jadon Sancho (18), Jacob Bruun Larsen (20), Pulisic (20), Achraf Hakimi (20) und Dan-Axel Zagadou (19) seien das Gerüst für die Zukunft, meinte Watzke: „Wir haben so viele junge, dynamische und hochkarätige Personen, dass nie ein Vakuum entstehen wird.“