Fernandes schwärmt vom Konkurrenzkampf

Gelson Fernandes blickt bisher auf eine durchwachsene Saison in Frankfurt zurück. Der Mittelfeld-Abräumer verschreibt sich aber dem Teamgedanken und ist angetan von der Qualität im Kader der Eintracht.

Der 31-jährige Sommer-Neuzugang bestritt bislang 17 Pflichtspiele für die Hessen, davon allerdings nur zehn von Beginn an. Im Herbst 2017 bremste ihn ein Muskelfaserriss einen Monat lang aus, zu Beginn der Rückrunde lief ihm der zuvor lange verletzte Omar Mascarell den Rang ab. Vor zwei Wochen durfte er beim 1:0-Sieg gegen Hannover 96 erstmals seit Mitte Dezember wieder starten, saß am Sonntag gegen Borussia Dortmund (2:3) aber wieder 90 Minuten auf der Bank. „Gegen Hannover stand ich in der Startelf, und wir haben gewonnen. Natürlich hofft man dann, dass man in der kommenden Woche wieder von Beginn an dabei ist“, gab der 64-fache Schweizer Nationalspieler zu. „Aber ich bin erfahren genug, um zu wissen, dass der Trainer seine Gründe hat. Deshalb ist das kein Problem.“

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Der Erfolg des Teams stehe für Fernandes im Vordergrund, wie er betonte: „Ich bin hier, um der Mannschaft und dem Verein zu helfen. Nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen. Das will ich vorleben.“ Die verschärfte Konkurrenz im Kader beobachtet er sogar positiv. „Denn wenn sich jemand mal nicht so fit fühlt, dann drängen von hinten immer wieder neue Spieler nach. Jeder will sich zeigen. Spieler wie Blum und Jović zuletzt, aber auch da Costa und de Guzmán, sind da beste Beispiele“, lobte er seine Teamkollegen und prognostizierte: „Das kann ein großer Vorteil in den letzten Wochen der Saison sein.“

Fernandes will kein Saisonziel ausgeben

Die SGE ist noch immer mitten im Rennen um die internationalen Plätze, fiel durch die Niederlage beim BVB aber auf Platz fünf zurück. „Wir wollen in dieser Spielzeit noch so viele Punkte wie möglich holen und uns für die harte Arbeit in den vergangenen Monaten belohnen“, forderte Fernandes, wollte aber kein Saisonziel formulieren. „Die Bundesliga ist sehr stark, wir haben noch schwere Spiele vor der Brust. Deshalb ist es erst einmal wichtig, dass wir immer alles geben. Dann muss man am Ende sehen, was dabei rumkommt“, hielt er sich bedeckt.