Flick-Verwirrspiel geht weiter: Hopp bestätigt Gespräch

Das bizarre Theater um Hoffenheims Geschäftsführer Hans-Dieter Flick hat eine neue Wendung genommen. TSG-Mäzen Dietmar Hopp dementierte, dass es einen internen Machtkampf gegeben habe, verriet aber, dass es Diskussionen mit Flick über dessen Aufgabenfeld gab.

Verschiedene Medien hatten in den vergangenen Tagen über die bevorstehende Freistellung des erst im Sommer als neuer Geschäftsführer Sport installierten Flick berichtet. Hintergrund sollen Differenzen zwischen dem ehemaligen Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw mit anderen handelnden Personen bei den Kraichgauern wie Sportdirektor Alexander Rosen und Geschäftsführer Peter Görlich gewesen sein. Nach Rosen, der nach dem 4:2-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag die Berichte als „absoluten Unfug“ abtat, sprang ihm Hopp zur Seite.

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„Ich wehre mich entschieden gegen die infame Unterstellung, Alex Rosen erzähle die Unwahrheit“, sagte der Milliardär laut Kicker am Sonntag, verriet aber auch: „Ich kann bestätigen, dass es ein Treffen zwischen Hansi Flick und mir als Gesellschafter der TSG 1899 Hoffenheim gab. Den Inhalt unseres Gesprächs kannten nur Hansi Flick und ich. Warum daraus ein Machtkampf gemacht wurde, ist mir schleierhaft.“ In besagtem Gespräch sei es vor allem um Flicks Aufgabenfeld bei der TSG gegangen, offenbar hatte dieser Unzufriedenheit geäußert.

Hopp räumt Flick Auszeit ein

„Dabei wurden Überlegungen diskutiert, wie man das Wissen und die Beziehungen von Hansi Flick im Fußballgeschäft für die TSG optimiert einsetzen kann“, erklärte Hopp. Eine drohende Entlassung bestätigte er nicht, verriet aber, dass der 52-Jährige sich eine Auszeit nimmt. „Wir haben vereinbart, dass sich Hansi Flick erst einmal die Zeit nehmen soll, die er braucht, um sich Gedanken über meine Vorschläge zu machen und wir uns im Anschluss wieder zusammensetzen“, meinte er. Aktuell befindet sich Flick offiziell im Urlaub.