Formstarke Wolfsburger empfangen glückloses Freiburg

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Während der VfL Wolfsburg nach desolater Vorsaison aktuell mit erfrischendem Offensivfußball erstaunt und noch ungeschlagen ist, wartet der SC Freiburg trotz oft guter Auftritte noch auf den ersten Sieg. Am Samstag (15.30 Uhr) treffen beide Teams aufeinander.

Der VfL steigt derzeit wie Phönix aus der Asche auf. Nicht mehr wiederzuerkennen ist die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia, die sich in der vergangenen Spielzeit erst in der Relegation zum Klassenerhalt schleppte. Zwar mussten die „Wölfe“ nach zwei Siegen zum Auftakt am vergangenen Samstag gegen Hertha BSC (2:2) den ersten Punktverlust hinnehmen, spielerisch konnten sie aber erneut überzeugen. Ausgerechnet ein Garant für die funktionierende Offensive droht allerdings am Samstag auszufallen. Josip Brekalo fehlte zuletzt wegen eines Magen-Darm-Infekts. Kann er nicht spielen, rückt voraussichtlich Admir Mehmedi in die Startelf, der in Berlin als Joker in letzter Minute zum 2:2 traf. Ein Selbstläufer wird die Fortsetzung der Erfolgsserie gegen Freiburg nicht – auch wenn der SC aktuell am anderen Ende der Tabelle weilt. „Wir sollten nicht den Fehler machen, nur auf die Punktausbeute zu schauen. Freiburg hätte alle drei zurückliegenden Spiele gewinnen können“, warnte Labbadia.

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Wolfsburg ist nicht gerade der Lieblingsgegner des SC Freiburg. Von den letzten zehn Duellen konnten die Breisgauer nur eines gewinnen und zogen achtmal den Kürzeren. Auch vor dem kommenden Auswärtsspiel in der Volkswagen-Arena spricht Trainer Christian Streich voller Respekt von den „Wölfen“. „Sie sind fußballerisch einfach gut“, meinte er und merkte mit Blick auf die verkorksten Vorjahre an: „Wolfsburg spielt jetzt so, wie sie das Personal haben. Sie haben sehr viele Alternativen.“ Trotz Außenseiterrolle will der Sportclub aber den ersten Dreier einfahren, nachdem in den ersten drei Partien oft nicht viel zum Erfolgserlebnis fehlte. „Wir müssen versuchen, sie ein bisschen in Not zu bringen“, forderte Streich. Bangen musste der Coach noch um Janik Haberer (Schwindel nach Zusammenprall), Nils Petersen (Patellasehnenprobleme), Jérôme Gondorf und Philipp Lienhart (beide Infekt).

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Camacho – Gerhardt, Arnold – Steffen, Mehmedi – Weghorst

SC Freiburg: Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – Haberer, Höfler – Frantz, Gondorf – Waldschmidt, Petersen

Der VfL ist noch immer im Aufwind und im eigenen Stadion der Favorit. Allerdings bereitete Freiburg bislang jedem Gegner Probleme und ist eine Mannschaft, die immer wieder über sich hinauswächst. Zudem will die Streich-Elf nach drei gescheiterten Versuchen endlich den ersten Sieg.