Forsche TSG fordert den deutschen Meister zum Auftakt

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2018/19 kommt es gleich zum Spitzenspiel zwischen dem amtierenden Meister FC Bayern München und dem Vorjahresdritten TSG 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer geben sich furchtlos und ambitioniert, der neue FCB-Trainer Niko Kovač möchte eine gelungene Premiere hinlegen.

Die Münchner sind auch vor dieser Saison der unangefochtene Favorit auf den Meistertitel. Der Druck liegt beim Eröffnungsspiel der neuen Saison in der Allianz Arena daher ganz auf der Kovač-Elf. Der neue Coach würde sich mit einem Sieg zum Start gegen die blendend aufgelegten Gäste gleich Respekt verschaffen, vor der Aufgabe gegen die TSG schärfte er die Sinne: „Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Wir müssen uns strecken, wir müssen unser Spiel durchdrücken, dominant spielen. Wenn wir das schaffen, werden wir gewinnen.“ Die Vorbereitung bestritt der Rekordmeister weitestgehend überzeugend, Höhepunkt war der deutliche 5:0-Erfolg im Supercup gegen Eintracht Frankfurt. Beim mühevollen 1:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SV Drochtersen-Assel offenbarte der FCB allerdings auch Probleme. Personell kann Kovač fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Serge Gnabry fehlt, ansonsten stehen dem Kroaten alle Spieler zur Verfügung. Der Münchner Übungsleiter hat die Qual der Wahl, einige Hochkaräter werden es nicht in die Startelf schaffen. „Die, die spielen, sind Superstars, die auf der Bank sitzen, sind Superstars. Und die auf die Tribüne müssen, sind Superstars. Es wird schwierig“, meinte er.

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Hoffenheim reist voller Selbstvertrauen in die bayrische Landeshaupstadt. In der Vorbereitung zeigte der Champions League-Teilnehmer zeitweise berauschende Auftritte, auch im Pokal ließ die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann dem Drittligisten 1. FC Kaiserslautern beim 6:1-Kantersieg keine Chance. Entsprechend mutig wollen die Kraichgauer in die Auftaktpartie gehen. „Es wird sehr schwierig, aber wir sind optimistisch. Wir haben uns ein paar Ideen überlegt. Ein Sieg ist im Bereich des Möglichen“, meinte Nagelsmann, der sich forsche Ziele steckt: „Ich glaube, dass es für jeden ratsam ist, in einen Wettbewerb zu gehen, um zu gewinnen. Wir wollen es gerne probieren, Meister zu werden.“ Hoffnung macht die Statistik: Von den letzten vier Spielen gegen die Bayern verlor Hoffenheim nur eines, zweimal feierte die TSG einen Sieg. Sorgen bereitet jedoch die Personalsituation im Mittelfeld. Dort fehlen bereits Dennis Geiger (Oberschenkelverletzung), Lukas Rupp (Kreuzbandriss), Nadiem Amiri (Operation am Mittelfuß) und Kerem Demirbay (Außenband-Ruptur). Florian Grillitsch und Håvard Nordtveit sind zudem fraglich.

FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Martínez – Müller, Thiago – Robben, Lewandowski, Ribéry

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Nuhu, Vogt, Bičakčić – Kadeřábek, Schulz – Grillitsch – Zuber, Bittencourt – Joelinton, Szalai

Die TSG machte den Bayern in den letzten Duellen immer das Leben schwer – auch diesmal ist der Nagelsmann-Elf eine Überraschung zuzutrauen. Zu erwarten ist ein Duell zweier offensiv agierender Teams, wobei der Rekordmeister naturgemäß noch über die deutlich höhere individuelle Qualität verfügt.