Fortuna landet Befreiungsschlag gegen Berlin

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Fortuna Düsseldorf hat den erhofften Befreiungsschlag gelandet und nach langer Durststrecke den zweiten Saisonsieg gefeiert. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel bezwang Hertha BSC nach fast 50-minütiger Überzahl mit 4:1 (0:0).

Fortuna-Trainer Funkel hatte den zuletzt schwachen Abwehrchef Kaan Ayhan zunächst nicht berücksichtigt. Anstelle des 24-Jährigen begann Marcin Kamiński in der Innenverteidigung an der Seite von Robin Bormuth. Zudem stand Kapitän Oliver Fink nach überstandener Achillessehnenverletzung erstmals in dieser Saison im Kader. Er wurde von den Fans lautstark begrüßt, nahm zunächst auf der Bank Platz und wurde in der 89. Minute eingewechselt. Fink war bereits beim bis dato letzten Aufeinandertreffen mit Hertha dabei gewesen. Im skandalösen Relegationsrückspiel 2012 mit Platzsturm und Elfmeterpunktklau erkämpfte sich die Fortuna ein 2:2 und stieg auf, während die Hertha in die 2. Bundesliga abstürzte.

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Beim Wiedersehen knapp sechseinhalb Jahre später offenbarte sich schnell, wieso die Fortuna in dieser Saison so tief im Tabellenkeller steckt. Nach vorne blieben die Düsseldorfer bis auf vereinzelte Distanzschüsse zunächst harmlos, hinten luden sie die Hertha zur lange Zeit einzigen Großchance ein: Nach einem Stellungsfehler von Bormuth tauchte Ondrej Duda frei vor Michael Rensing auf, er scheiterte aber am aufmerksamen Fortuna-Keeper (16.). Erst nach dem Platzverweis gegen Maximilian Mittelstädt (41.) übernahm Düsseldorf das Kommando und ging gleich mit dem ersten Angriff des zweiten Durchgangs in Führung. Niko Gießelmann legte den Ball stark für Takashi Usami ab, und der Japaner ließ sich die Chance nicht nehmen (50.).

Usamis Tor als Dosenöffner

Der Führungstreffer beflügelte Düsseldorf sichtlich. Plötzlich lief der Ball, die Gastgeber nutzten die Überzahl clever aus und fanden immer wieder Lücken in der Defensive der Berliner. Spätestens nach dem 2:0 durch Rouwen Hennings (63.) hatte Düsseldorf alles im Griff. Der erst in der 83. Minute eingewechselte Benito Raman (84., 90.+2) erzielte die Treffer drei und vier für die Fortuna, die sich den Sieg aufgrund einer starken zweiten Halbzeit verdiente. Dagegen enttäuschte Berlin auf ganzer Linie, Davie Selke gelang nur noch die Ergebniskosmetik zum zwischenzeitlichen 3:1 (88.).