Fortuna wieder in der Realität angekommen

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Fortuna Düsseldorf ist nach dem überraschenden Punktgewinn beim FC Bayern München wieder in der rauen Bundesliga-Wirklichkeit angekommen. Der Aufsteiger unterlag sechs Tage nach dem 3:3 beim Titelverteidiger mit 0:1 (0:0) gegen den 1. FSV Mainz 05 und bleibt nach seiner fünften Heimniederlage in dieser Saison auch nach dem 13. Spieltag auf einem Abstiegsplatz.

Zwei Tage vor der Mitgliederversammlung der Rheinländer boten die Düsseldorfer in ihrem 400. Bundesliga-Heimspiel erneut eine ansehnliche Vorstellung, gingen aber einmal mehr in dieser Spielzeit fahrlässig mit ihren Chancen um. Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel, der im Vergleich zum Gastspiel an der Isar in seiner Startelf nur Rouwen Hennings für Takashi Usami aufgeboten hatte, raufte sich angesichts der vielen guten Chancen mehrmals die Haare. Vor 37.091 Zuschauern hatten die Gäste aus Mainz in der siebten Minute durch Aarón Martín die erste gute Möglichkeit, der Spanier verfehlte aber knapp das Ziel. Anschließend übernahmen die Gastgeber nach und nach das Kommando und kamen zwangsläufig auch zu Chancen. Vor allem Dodi Lukebakio, der in München alle drei Fortuna-Tore erzielt hatte, entwischte der FSV-Abwehr ein ums andere Mal.

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In der 20. Minute musste FSV-Torwart Robin Zentner in höchster Not gegen den jungen Belgier retten, den die Mainzer zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekamen. Sieben Minuten später vergab Lukebakio erneut eine gute Gelegenheit (27.). Mainz verzeichnete zwar mehr Ballbesitz, kam bis zur Pause bis auf einen Freistoß von Daniel Brosinski (45.) aber nur sporadisch vor das Düsseldorfer Tor und stellte die Fortuna-Abwehr vor keine größeren Probleme. Auf der anderen Seite hatten Hennings (35.) und Kapitän Oliver Fink (38.) noch die Düsseldorfer Führung auf dem Fuß. Sekunden nach Wiederanpfiff wäre auf Mainzer Seite Aarón beinahe eine Eigentor unterlaufen, Zentner rettete aber gegen seinen eigenen Mitspieler (46.).

Die Fortuna inszenierte einen guten Angriff nach dem anderen und verbuchte durch Marcin Kamiński und Nico Gießelmann weitere Hochkaräter. Letzendlich bissen sich die Hausherren aber an der Mainzer Defensive bis zum Schluss die Zähne aus. Mainz nutzte dagegen seine erste gute Möglichkeit im zweiten Durchgang durch Jean-Philippe Mateta, der Robin Bormuth bei seinem Treffer ganz alt aussehen ließ (67.). Anschließend rettete der starke Zentner in der Düsseldorfer Schlussoffensive noch mehrmals glänzend. Mainz kletterte nach seinem zweiten Auswärtssieg zunächst mal auf Rang acht.