Frankfurt nimmt auch die Hürde Limassol

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat seinen Siegeszug durch Europa fortgesetzt und die K.o.-Runde ganz dicht vor Augen. Der Bundesligist feierte am 3. Spieltag der Europa League durch das 2:0 (2:0) gegen Apollon Limassol seinen dritten Erfolg – und hat wettbewerbsübergreifend nun sogar fünf Spiele nacheinander gewonnen.

Mit dem Selbstvertrauen der jüngsten Siegesserie und 17 dabei erzielten Treffern war die Eintracht bemüht, von Beginn an Druck aufzubauen. Vor 47.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena gelang das auch recht gut, wenngleich die ersten Annäherungen von Evan N’Dicka (11.) und Filip Kostić (12.) eher harmlos waren. Das galt eigentlich auch für Kostićs zweiten Versuch – Bruno Vale ließ den Ball trotzdem durchrutschen (13.). Die glückliche Führung beflügelte die Gastgeber allerdings kaum. Das Team von Trainer Adi Hütter, der seine Startformation im Vergleich zum Spektakel gegen Düsseldorf (7:1) auf insgesamt drei Positionen verändert hatte, setzte eher auf eine kontrollierte Offensive.

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Aber auch diese Variante war von Erfolg gekrönt. Nach einer präzisen Hereingabe von N’Dicka sprang Bundesliga-Topscorer Sébastien Haller am höchsten und köpfte den Ball ins lange Eck (32.). Der bullige Stürmer, der mehr und mehr die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt, hätte mit einer identischen Aktion vier Minuten später beinahe nachgelegt (36.). Auch Jonathan de Guzmán verpasste den dritten Treffer nur knapp (45.). Mit zunehmender Spieldauer mussten sich Haller und Co. Chancenwucher vorwerfen lassen. Kurz nach Wiederanpfiff setzte Ante Rebić, der die Eintracht mit seinen Toren im DFB-Pokalfinale erst nach Europa geschossen hatte, Haller erneut in Szene. Diesmal scheiterte der 24-Jährige allerdings an Limassols Schlussmann (49.).

Zwischenrunde steht kurz bevor

Auch wenn der harmlose zyprische Vizemeister nach einer knappen Stunde seine bis dahin beste Chance durch André Schembri (56.) besaß, hatte man permanent das Gefühl, dass Frankfurt dem dritten Treffer näher war als die Gäste dem Anschluss. Kapitän David Abraham (58.), der eingewechselte Jetro Willems (62.), der den angeschlagenen Danny da Costa ersetzte (57.), und erneut de Guzmán (66.) vergaben die nächsten Gelegenheiten. Nach einem Foul an Rebić (78.) hätte die Eintracht zudem einen Elfmeter bekommen können. Zuvor musste David Abraham angeschlagen raus (68.). In der 80. Minute retteten Latte und Pfosten für Frankfurt. Im Idealfall könnte den Hessen im nächsten Auswärtsspiel in Limassol am 8. November bereits ein Zähler genügen, um in die Zwischenrunde einzuziehen. Das war Frankfurt, das zudem noch auf Olympique Marseille und Lazio Rom trifft, bereits in der Saison 2013/14 gelungen.