Frankfurt setzt Höhenflug gegen Schalke fort

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt setzte seinen Höhenflug auch im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 fort. Die Hessen besiegten die „Knappen“ mit 3:0 (0:0) und kletterten in der Bundesliga-Tabelle auf den vierten Rang.

Eintracht-Coach Adi Hütter nahm gegenüber dem 3:2 in Limassol drei Änderungen an seiner Anfangsformation vor: Jonathan de Guzmán, Filip Kostić und Ante Rebić ersetzten Mijat Gaćinović, Jetro Willems und Marc Stendera (alle auf der Bank). Auch Schalke-Trainer Domenico Tedesco wechselte nach dem 2:0 gegen Galatasaray Istanbul dreimal: Ralf Fährmann (nach Leistenzerrung), Nabil Bentaleb und Suat Serdar rückten in die Startelf. Alexander Nübel, Sebastian Rudy und Amine Harit saßen zunächst auf der Bank.

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Frankfurt lief von Beginn weg hoch an und verhinderte dadurch einen geregelten Spielaufbau der Königsblauen. Die Gäste ließen ihrerseits die „Adler“ etwas tiefer vorstoßen, machten die gefährlichen Zonen aber ebenfalls dicht. Die Eintracht übernahm nach zehn Minuten das Kommando über die Partie, tat sich gegen Schalkes stabilen Defensivverbund aber schwer. Nach einer Ecke von de Guzmán bugsierte Evan N’Dicka das Leder am ersten Pfosten mit der Schulter neben das Tor (19.). Schalke kämpfte sich im Anschluss an diese Szene ins Spiel, Alessandro Schöpf verfehlte das Frankfurter Gehäuse aus dem Rückraum aber deutlich (23.). Hochkarätige Möglichkeiten bot die erste halbe Stunde in der Commerzbank-Arena nicht.

Frankfurt tut sich schwer – Jović bricht den Bann

Frankfurt war zwar optisch überlegen, die erste gute Gelegenheit verbuchten dann aber die „Knappen“: Nach einer Eintracht-Ecke schaltete Daniel Caligiuri schnell um, am Ende des Konters setzte Mark Uth das Leder knapp am Tor vorbei (34.). Von dieser Aktion abgesehen konnten sich beide Offensivreihen kaum einmal in den gegnerischen Strafraum kombinieren. Insbesondere der hochgelobte Drei-Mann-Sturm der Hausherren hing im ersten Durchgang 45 Minuten lang nur in der Luft. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeitpause, die Schalker standen in der Defensive äußerst stabil und ließen nichts anbrennen.

Die Gäste starteten nach dem Seitenwechsel etwas offensiver, mussten aber schnell einen personellen Rückschlag hinnehmen: Uth fasste sich nach einem Sprint an den hinteren Oberschenkel und musste daraufhin Platz für Yevhen Konoplyanka machen (54.). Wenig später hatte Schalke durch Breel Embolo die große Chance auf die Führung. Der Schweizer brach über die rechte Seite durch, wurde noch von David Abraham behindert und scheiterte schließlich an Kevin Trapp (60.). Im direkten Gegenzug schlug Frankfurt zu: Rebić kam nach einem Fehler von Salif Sané an den Ball und überließ kurz vor dem Strafraum für Luka Jović. Der Serbe schüttelte Benjamin Stambouli ab und vollendete aus halblinker Position zum 1:0 (61.).

Jović trifft zum Zweiten – Haller macht den Sack zu

In der Folge war die königsblaue Hintermannschaft anfällig: Rebić setzte sich auf links stark gegen Sané durch, traf aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten (66.). Die Schalker kamen nach dem Rückstand einfach nicht mehr in die Zweikämpfe, die Eintracht legte nach: Kostić marschierte auf der linken Seite bis zur Grundlinie, bediente erneut Jović in der Mitte und der Angreifer traf per Direktabnahme zum 2:0 (73.). Mit seinem zweiten Treffer übernahm der Serbe auch die Führung in der Torschützenliste der Bundesliga. Die „Knappen“ gaben sich nach dem erneuten Rückschlag aber nicht auf, Konoplyanka traf nach Vorlage von Weston McKennie aus 18 Metern an die Latte (78.). In der Defensive waren die Gelsenkirchener nun aber überfordert.

Nach einer Frankfurter Ecke konnte Fährmann zunächst noch gegen Jović retten, Sébastien Haller markierte im zweiten Versuch aber aus kurzer Distanz das 3:0 (80.). Die Gäste zeigten in der Folge keine Reaktion mehr, die Eintracht kontrollierte die Partie in den Schlussminuten. Haller vergab die letzte gute Chancen auf das 4:0 und seinen persönlichen Doppelpack (89.). Frankfurt fügt Schalke die erste Niederlage nach zuvor fünf ungeschlagenen Pflichtspielen bei. Die „Adler“ brauchten einen langen Anlauf, um die zunächst sehr stabile Hintermannschaft der Gäste zu knacken. Nach dem 0:1 fiel Schalke allerdings ein wenig auseinander. Die Eintracht ist nun seit neun Pflichtspielen unbesiegt und springt in der Tabelle auf Platz vier.