Frankfurt springt in die Zwischenrunde

Foto: Stringer/AFP/Getty Images

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich durch einen 3:2 (1:0)-Sieg bei Apollon Limassol den Einzug in die Zwischenrunde der Europa League gesichert. Insgesamt waren die Hessen die klar bessere Mannschaft, wenngleich es in der Schlussphase noch einmal stressig wurde.

SGE-Trainer Adi Hütter wechselte im Vergleich zum 3:0-Sieg beim VfB Stuttgart dreimal: Jetro Willems, Marc Stendera und Mijat Gaćinović starteten für Jonathan de Guzmán, Filip Kostić und Ante Rebić. Die Anfangsphase war hektisch. Beide Mannschaften griffen zu vielen langen Bällen, sodass kaum Spielfluss entstand. Zur ersten Chance aber kam Limassol: Charalampos Kyriakou trat zum Freistoß an, den Stendera noch abfälschte. Letztlich segelte die Kugel nur knapp über die Latte (8.). Die SGE hingegen nutzte ihre erste Top-Möglichkeit zur Führung: Der aktuell glänzend aufgelegte Luka Jović wurde von Willems per Traumpass bedient und vollstreckte aus sieben Metern trocken zum 1:0 (17.).

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Zwar hatte die Eintracht keine Probleme, Limassol vom eigenen Kasten fernzuhalten, im Angriff aber taten auch die Hessen nicht viel. Der Bundesligist kontrollierte den Gegner und die Partie. Apollon fehlten die Ideen und wohl auch die Qualität, um die Hütter-Elf wirklich in Gefahr zu bringen. Insgesamt war nicht viel los auf Zypern. Zu den größten Aufregern der ersten Hälfte gehörte eine Gelbe Karte für Stendera, der nach einer Diskussion mit Apollons Trainer Sofronis Avgousti verwarnt wurde, während der Coach auf die Tribüne geschickt wurde (36.). Einige Minuten später ging es mit der knappen aber verdienten Frankfurter Führung in die Kabinen.

Offensive der Hessen zeigt ihr Können

Nach Wiederanpfiff näherte sich Frankfurt schnell dem Tor, aber Jović brachte die Kugel unter Bedrängnis nicht auf den Kasten (49.). Beim nächsten Mal aber zappelte das Leder im Netz: Gaćinović schaltete schnell um und flankte die Kugel stark in die Mitte. Am ersten Pfosten tauchte Sébastien Haller auf, der auf 2:0 stellte (55.). Nachdem er kurz zuvor noch auflegte, entschied Gaćinović selbst die Partie: Der Angreifer fing einen schlampigen Pass der Zyprer ab, legte sich die Kugel zurecht und traf aus 17 Metern zum 3:0 (58.).

Die Partie schien nun gelaufen, von einem Aufbäumen der Heimelf war zunächst nichts zu sehen. Rund 20 Minuten vor Schluss allerdings traf Emilio Zelaya zum 1:3. Der Stürmer stieg nach einem Freistoß am höchsten und köpfte die Kugel aus knapp fünf Metern ins Netz (71.). Auch der nächste Standard brachte Gefahr, dieses Mal allerdings hatte Frankfurt Glück. Der Versuch von David Faupala ging knapp vorbei (80.). Kurz darauf führte Stendera einen Zweikampf, bei dem er Gegenspieler Esteban Sachetti am Fuß traf. Dafür sah der Mittelfeldmann seine zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot (81.). Praktisch mit dem Abpfiff sorgte Zelaya per Elfmeter sogar noch für das 2:3 (90.+4), danach aber war das Spiel zu Ende.