Frankreich nach 1:0 gegen Peru im Achtelfinale

Frankreich hat im zweiten Gruppenspiel den Achtelfinal-Einzug perfekt gemacht. Gegen Peru gewannen „Les Bleus“ verdient mit 1:0 (1:0), das Tor des Tages erzielte Sturmtalent Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain.

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps veränderte sein Team nach dem knappen 2:1-Auftaktsieg gegen Australien auf zwei Positionen. Blaise Matuidi ersetzte Corentin Tolisso, außerdem kam Olivier Giroud für den Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé. Bei den Peruanern war Trainer Ricardo Gareca im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Dänemark zu einer Umstellung gezwungen. Renato Tapia erlitt im Auftaktspiel eine Gehirnerschütterung, für ihn begann Pedro Aquino.

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Peru startete forsch und zeigte keine Furcht vor dem Favoriten. Die zwingendere Mannschaft war aber Frankreich. Antoine Griezmann kam aus halbrechter Position zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz (11.). Paul Pogba probierte es mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, zielte jedoch knapp daneben (12.). Ein Kopfball von Raphaël Varane segelte ebenfalls haarscharf rechts am Gehäuse der Südamerikaner vorbei (16.). Peru musste sich nach der Drangphase der „Équipe Tricolore“ zunächst berappeln, erstmals gefährlich wurde die Gareca-Elf nach einer halben Stunde. Den Schuss von Ex-Bundesliga-Spieler Paolo Guerrero aus kurzer Distanz wehrte Torhüter Hugo Lloris aber mit dem Fuß ab (31.).

Kurz darauf schlug dann Frankreich zu. Guerrero verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball an Pogba, der bediente Giroud. Der Abschluss des Arsenal-Stürmers wurde von Alberto Rodríguez über Schlussmann Pedro Gallese hinweg abgefälscht, kurz vor der Linie staubte Mbappé zur 1:0-Führung ab (34.). Der Favorit blieb auch in der Folge brandgefährlich. Gallese rettete zunächst in höchster Not vor Giroud (40.), dann parierte der Peruaner Keeper gegen den aufgerückten Lucas Hernández (43.).

Peru nach der Pause stärker, aber nicht zwingend

Zur Pause reagierte Perus Nationalcoach Gareca mit einem Doppelwechsel. Jefferson Farfán ersetzte Yoshimar Yotún, zudem kam Anderson Santamaría für Rodríguez. Und „La Blanquirroja“ startete direkt mit einem Ausrufezeichen in den zweiten Durchgang. Nach einem Zuspiel von Farfán fasste sich Aquino ein Herz und schoss den Ball ans Lattenkreuz (50.). Frankreich tat sich schwer, ähnliche Gefahr zu erzeugen wie in den ersten 45 Minuten. Stattdessen blieb Peru das aktivere Team, wurde aber zu selten zwingend. André Carrillo drückte aus der zweiten Reihe ab, der Ball segelte knapp über das Tor (61.).

Peru wehrte sich weiterhin gegen das drohende Ausscheiden, während Frankreich kaum noch für Entlastung nach vorne sorgte. Nach einer Flanke von Carrillo traf Farfán per Seitfallzieher nur das Außennetz (73.), ansonsten mangelte es dem Außenseiter auch an klaren Gelegenheiten. Aufseiten der Deschamps-Elf kam der eingewechselte Dembélé noch einmal zum Abschluss, verzog jedoch knapp (82.). Die Franzosen stehen nach dem zweiten Sieg schon vor dem Abschluss gegen Dänemark im Achtelfinale, Peru hat dagegen noch keinen Punkt auf dem Konto und ist damit ausgeschieden.