Französischer Verband zeigt Augustin bei der FIFA an

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Nach dessen kurzfristiger Absage zu den Länderspielen der U21-Nationalmannschaft hat der französische Verband FFF Stürmer Jean-Kévin Augustin von RB Leipzig beim Weltverband FIFA angezeigt. Das Talent gilt als Wiederholungstäter.

Erst am Tag vor dem Zusammentreffen der französischen U21-Auswahl hatte Augustin seinem Trainer Sylvain Ripoll per Textnachricht mitgeteilt, dass er nicht zu den EM-Qualifikationsspielen gegen Bulgarien und Luxemburg erscheinen wird. Seine Absage begründete er mit muskulären Ermüdungserscheinungen. Dass er am selben Tag noch für seinen Klub RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) auflief und sogar den einzigen Treffer für die Sachsen erzielte, ließ Zweifel an den körperlichen Problemen des Torjägers aufkeimen. Der französische Verband will die Art und Weise von Augustins Fernbleiben nicht hinnehmen und erwägt übereinstimmenden Medienberichten zufolge rechtliche Schritte.

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Der FFF ist demnach bereits beim Disziplinarkomitee der FIFA vorstellig geworden und fordert eine Bestrafung für Augustin sowie für RB. Beim Sturmtalent handelt es sich in den Augen von Verbandspräsident Noël Le Graët um einen Wiederholungstäter. Im Winter suspendierte U21-Coach Ripoll Augustin nach einer Auseinandersetzung zwischenzeitlich, begnadigte ihn nach einer Entschuldigung aber wieder. Im Mai sorgte Augustin indirekt für Unmut, als Leipzig ihm und seinem Landsmann Dayot Upamecano keine Freigabe für die Spiele im Juni gewährte. Die erneute Absage unter dubiosen Umständen brachte das Fass nun offenbar zum Überlaufen.