Freiburg will Auswärtsfluch in Hannover bezwingen

Der SC Freiburg konnte die letzten vier Spiele gegen Hannover 96 nicht gewinnen, will aber seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. Die Niedersachsen wollen mit Unterstützung aller Fans nach drei Partien ohne Sieg wieder dreifach punkten.

Hannover 96 hat eine kleine Sieglos-Serie hinter sich. Rettete Niclas Füllkrug den „Roten“ gegen den FC Schalke 04 in den letzten Minuten noch ein 1:1-Remis, ließ der Aufsteiger gegen den VfL Wolfsburg und den Hamburger SV unnötig Zähler liegen – beide Male fiel der Gegentreffer in der Schlussphase, nachdem 96 das Spiel eigentlich im Griff hatte. „Wir müssen – anders als in manchem Spiel in der Vergangenheit – bis zur letzten Minute höchst konzentriert sein. Wir machen Fehler und die gehören auch dazu, aber wir dürfen keine Fehler aus Nachlässigkeiten oder Leichtsinn machen“, forderte deshalb Trainer André Breitenreiter, der bis auf das Trio Jonathas, Felipe und Edgar Prib (alle Aufbautraining) wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Sein Team steht nichtsdestotrotz immer noch ausgezeichnet da, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt acht Punkte. Am Samstag (15.30 Uhr) darf sich 96 zudem über mehr Unterstützung von den Rängen freuen. Die aktive Fanszene lässt den seit Saisonbeginn laufenden Stimmungsboykott für mindestens drei Spiele ruhen.

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Die Breisgauer erwischten einen verblüffend guten Start in die Rückrunde. Ausnahmslos gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel spielte das Team von Christian Streich und blieb in vier Partien ohne Niederlage. Seit neun Partien ist der SC ungeschlagen. Die Luft im Abstiegskampf ist nicht mehr so dünn, dennoch sind weitere Punkte notwendig, um den Abstand auf die Abstiegsränge nicht wieder kleiner werden zu lassen. „Wir haben Vertrauen in uns, aber wir müssen es auch bestätigen“, forderte Streich. Die Statistik des Tabellenzwölften in Hannover spricht allerdings nicht für den Sportclub, der nur eines von acht Auswärtspartien (Herbst 2012; 2:1) in der HDI-Arena gewinnen konnte. Verzichten muss Streich auf die gelbgesperrten Janik Haberer und Nicolas Höfler.

Hannover 96: Tschauner – Anton, Sané, Elez – Korb, Ostrzolek – Schwegler, Fossum – Klaus, Bebou – Füllkrug

SC Freiburg: Schwolow – Söyüncü, Gulde, Kempf – Kübler, Koch, Günter – Abrashi – Höler, Kath – Petersen

Einen Favoriten gibt es nicht – beide Teams machten in der laufenden Spielzeit eine bessere Figur, als es ihnen von Außenstehenden zugetraut wurde. Ein kleiner Vorteil für 96 könnte die Rückkehr der hartgesottenen Fans sein, gegen Freiburg bestreiten die „Roten“ das erste wirkliche „Heimspiel“ der Saison.