Freiburg will Hoffenheim im Baden-Duell ärgern

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der Auftakt verlief sowohl für die TSG 1899 Hoffenheim als auch für den SC Freiburg nicht nach Plan, beide Teams kassierten eine Niederlage am ersten Spieltag. Während die TSG im eigenen Stadion unter Zugzwang steht, will der Sportclub am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) vor allem mit verbesserter Chancenverwertung auftreten.

Das Auftaktspiel beim deutschen Meister FC Bayern München (1:3) sorgte für mächtig Aufregung im Kraichgau. Ein umstrittener Elfmeter führte in der Schlussphase zur 2:1-Führung für die Hausherren, Trainer Julian Nagelsmann wetterte anschließend über den Schiedsrichter sowie den Video-Assistenten. Vor dem ersten Heimspiel der Saison soll die Pleite gegen den FCB abgehakt werden, das Ziel gegen Freiburg lautet ganz klar: Sieg. Man wolle diesmal „die Butter auf dem Brot lassen“, betonte Nagelsmann am Donnerstag. Sorgen bereitet weiterhin das Personal. Innenverteidiger Benjamin Hübner fehlt weiterhin, die Folgen seiner Gehirnerschütterung erweisen sich als langwierig. Im zentralen Mittelfeld fallen weiterhin Kerem Demirbay, Nadiem Amiri, Lukas Rupp und Dennis Geiger aus. Dafür ist Andrej Kramarić nach Trainingsrückstand wieder eine Option, noch ist allerdings nicht sicher, ob der kroatische Vize-Weltmeister im Kader steht. „Er ist jetzt weitestgehend schmerzfrei, doch wir müssen abwägen, ob ein Einsatz sinnvoll für das Team ist“, meinte Nagelsmann.

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Auch Freiburg erlebte einen frustrierenden Ligastart. Gegen Eintracht Frankfurt mussten sich die Breisgauer mit 0:2 geschlagen geben. Kapitän Mike Frantz vermisste vor allem die „Cleverness“ vor dem Tor. „Wahnsinn, wie viele Chancen wir vergeben, und hinten passt es dann auch zum Spiel, mit der Vorgeschichte so ein Tor zu kassieren“, meinte der 31-jährige Mittelfeldakteur. In Hoffenheim muss der SC mehr aus seinen Möglichkeiten machen, um nicht den nächsten Nackenschlag zu kassieren. Co-Trainer Lars Voßler, der den gesundheitlich angeschlagenen Christian Streich auch am Samstag wieder auf der Trainerbank vertritt, forderte: „Im Spiel gegen den Ball müssen wir uns definitiv verbessern. Man darf bei einer Niederlage nicht zufrieden sein.“ Personell kann Voßler mit demselben Aufgebot planen wie gegen Frankfurt.

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Bičakčić, Vogt, Nuhu – Kadeřábek, Schulz – Grillitsch – Grifo, Bittencourt – Szalai, Joelinton

SC Freiburg: Schwolow – Stenzel, Gulde, Heintz, Günter – Waldschmidt, Höfler, Gondorf, Frantz – Niederlechner, Petersen

Die TSG ist vor eigenem Publikum Favorit, trotz Verletzungspech verfügen die Kraichgauer über höhere individuelle Qualität. Doch Freiburg ist ähnlich wie in den beiden Spielen in der vergangenen Saison (1:1, 3:2) die Rolle des Spielverderbers zuzutrauen.