Freund: „Schalke hat seine Zukunft verkauft“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Ex-Nationalspieler Steffen Freund hat scharfe Kritik an der Transferpolitik von Schalkes Sportvorstand Christian Heidel geübt. Die Königsblauen sind wie Bayer 04 Leverkusen mit drei Pleiten in die Bundesliga-Saison gestartet.

„Die Abgänge spielen eine große Rolle. Vielleicht merkt man jetzt, dass Max Meyer, Leon Goretzka und Thilo Kehrer die Zukunft von Schalke waren, und die hat man verkauft“, sagte der Europameister von 1996 bei RTL Nitro. Leon Goretzka (FC Bayern München), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) und Max Meyer (Crystal Palace) hatten sich zur laufenden Saison neuen Vereinen angeschlossen – allerdings war nur Kehrer für 37 Millionen Euro gegen Zahlung einer Ablöse abgegeben worden. Goretzkas Vertrag auf Schalke war ausgelaufen, Meyers Kontrakt wurde nicht mehr verlängert.

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„Gerade in der Offensive haben die Schalker Probleme, Tore zu erzielen. Sie brauchen für ein Tor zwanzig Torschüsse. Man muss das vergleichen mit der letzten Saison – da brauchten sie nur acht Torschüsse“, sagte Freund. Auch in der Defensive, die – so der Ex-Nationalspieler – die Stabilität für Schalke bedeutete, gebe es Probleme: „Zwei Gegentore pro Spiel. Letzte Saison hatte man noch die zweitbeste Abwehr hinter den Bayern. Was ganz erstaunlich ist, ist, dass sie auch nach Standards Gegentore bekommen“, betonte der Ex-Profi von Borussia Dortmund.