FSV-Fans bejubeln Malli-Fehlschuss

Der 1. FSV Mainz 05 und der VfL Wolfsburg trennten sich am Freitagabend mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden. In 90 intensiven Minuten war beiden Mannschaften die Tabellensituation anzumerken. Spielerisch war das Duell der Abstiegskandidaten kein Augenschmaus.

Mainz ging mit einem 2:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC im Rücken ins Duell mit den „Wölfen“. Gemessen am Erfolg in der Hauptstadt sah sich Sandro Schwarz dementsprechend nur zu einem Wechsel verleitet: Der zuletzt gelbgesperrte Abdou Diallo stand für Alexander Hack von Beginn an auf dem Feld. Bruno Labbadia veränderte die Wolfsburger Startelf gemessen am 1:2 gegen den FC Bayern bei seinem Debüt auf vier Postionen: William, Paul Verhaegh, Josip Brekalo und Riechedly Bazoer begannen für Gian-Luca Itter, Renato Steffen, Maximillian Arnold (Gelbsperre) und Sebastian Jung (nicht im Kader).

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Die Rheinhessen begannen aggressiv und liefen den VfL früh an. Wolfsburg entzog sich dem Pressing allerdings schnell und ging mit 1:0 in Führung. Yunus Malli tankte sich bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball in die Mitte. Dort rutschte Brekalo erst aus, behielt dann aber die Ruhe und versenkte das Spielgerät in den Maschen (6.). Das Tor beflügelte die Niedersachsen. Wolfsburg ließ den Ball gut laufen und hatte mehr vom Spiel. Nach einer Ecke von Brekalo erhöhte Josuha Guilavogui beinahe auf 2:0, doch der Kopfball des Mittelfeldmanns klatschte auf die Latte (11.).

Nach knapp einer Viertelstunde gab der FSV ein Lebenszeichen von sich: Robin Quaison setzte sich gegen zwei Verteidiger durch, Koen Casteels hatte letztlich aber keine Probleme, den Abschluss zu parieren (14.). Nach dem munteren Auftakt flachte die Partie ab und Ungenauigkeiten häuften sich auf beiden Seiten. Mainz übernahm nach einer halben Stunde mehr und mehr die Initiative, ließ aber noch die letzte Konsequenz im Angriff vermissen. Noch vor der Pause musste Emil Berggreen den Platz nach einem Zusammenstoß und Behandlung am Kopf angeschlagen verlassen. Für ihn kam Yoshinori Mutō (40.). Der eingewechselte Japaner glich nur vier Minuten später nach einer Flanke von Gerrit Holtmann aus (44.).

Didavi scheitert am Pfosten

Der erste Abschluss nach Wiederanpfiff gehörte dem Mainzer Danny Latza. Mit seinem Kopfball stellte der Mittelfeldmann Casteels aber nicht vor Probleme (47.). Insgesamt begann der zweite Durchgang sehr zerfahren. Beiden Mannschaften war die Bedeutung der Partie anhand ihrer Spielweise anzumerken. Die Rheinhessen probierten es oft mit hohen Bällen, mit denen die VfL-Abwehr kaum Probleme hatte. Nach etwas über einer Stunde ließ Malli die Riesenchance zum 2:1 liegen. Der Ex-Mainzer tauchte alleine vor Robin Zentner auf, legte den Ball aber am langen Eck vorbei (63.). Im Anschluss schallte dem Angreifer höhnischer Gesang vom Anhang der Rheinhessen entgegen.

Nach Mallis Fehlschuss wurden Chancen wieder Mangelware. Keine der beiden Mannschaften schaffte es, Druck zu erzeugen. Das Risiko blieb angesichts der Gewichtigkeit der Partie sowohl von Mainz als auch von Wolfsburg gescheut. Die Niedersachsen allerdings waren das aktivere Team und kamen in der Schlussphase zu einem weiteren Hochkaräter: Daniel Didavi probierte es aus spitzem Winkel. Zentner unterschätzte den Ball, der am Ende an den Pfosten klatschte (84.). Auch die Heimelf hatte noch einmal eine Riesenchance. Der eingewechselte Anthony Ujah konnte Casteels im Eins-gegen-eins aber nicht überwinden (90.+2). So blieb es letztlich beim Remis.