Fuchs: Vom Reservisten zum Stammspieler

Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg feierte beim 0:1 in Berlin am vergangenen Samstag seine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Während mit Mikael Ishak und Robert Bauer durchaus bekannte Spieler in der Startelf standen, wird der Name Alexander Fuchs allenfalls Beobachtern der Nürnberger Vorbereitung etwas sagen.

Der 21-Jährige hatte sich in den letzten Wochen in den Fokus von Trainer Michael Köllner gespielt. Die logische Belohnung: Bei Hertha BSC feierte Fuchs sein Bundesliga-Debüt und durfte dabei von Beginn an spielen. Der Mittelfeldspieler agierte an der Seite von Kapitän Hanno Behrens auf einer der beiden Achter-Positionen. Dort war Fuchs auch im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim SV Linx (2:1) aufgelaufen. Der Rechtsfuß ist der große Gewinner der Vorbereitung des „Club“ und schickt sich an, vom Reservisten zum Stammspieler zu werden. Fuchs war im Sommer 2017 vom TSV 1860 München nach Franken gewechselt, kam in der abgelaufenen Spielzeit aber nicht wirklich zum Zug.

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Lediglich zwei Partien absolvierte der Jungprofi in der Aufstiegssaison: 21 Minuten am 14. Spieltag gegen Holstein Kiel (2:2) und 87 Minuten am 25. Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:2). Die Niederlage gegen die Fürther war die erste Pleite nach zuvor elf ungeschlagenen Ligaspielen. Fuchs ersetzte damals den verletzten Enrico Valentini auf der ungewohnten Position des Rechtsverteidigers und wirkte überfordert. Köllner verteidigte seine Entscheidung mit der starken Verfassung des 21-Jährigen, bot ihn an den restlichen Spieltagen allerdings kein weiteres Mal auf. Fuchs musste auf seine nächste Chance warten und erhielt diese schließlich im laufenden Sommer.

Der große Gewinner der Vorbereitung

Durch den Wechsel von Spielmacher Kevin Möhwald zum SV Werder Bremen entstand im Nürnberger Mittelfeld ein Loch. Mit Timothy Tillman verpflichteten die Franken vom FC Bayern München zwar positionsgetreuen Ersatz, der 19-Jährige muss sich allerdings erst mal an den Profibereich und die Bundesliga herantasten. Somit musste die Möhwald-Nachfolge zumindest vorläufig mannschaftsintern gelöst werden. Und da Fuchs der einzige weitere zentrale Mittelfeldspieler im Kader ist, fiel die Wahl auf den Rechtsfuß. Dieser rechtfertigte die Entscheidung des Trainers in der Saisonvorbereitung und spielte sich in der ersten Mannschaft fest. Fuchs möchte beweisen, dass er der Herausforderung gewachsen ist.

Das deutsche Transferfenster ist noch bis Freitagabend geöffnet und auch FCN-Sportvorstand Andreas Bornemann hatte zuletzt verkündet, auf der ein oder anderen Position noch Bedarf zu sehen. Der Handlungsspielraum des „Club“ ist jedoch nach wie vor gering. Fuchs könnte dennoch noch mal Konkurrenz bekommen. Der Mittelfeldspieler hat sich gegenüber möglichen weiteren Neuzugängen allerdings bereits einen Vorsprung erarbeitet. An der Seite von Spielführer Behrens wird der 1,81 Meter große Antreiber sein Spiel an das Tempo und die Intensität des deutschen Fußball-Oberhaus anpassen.