Füllkrug droht gegen Stuttgart auszufallen

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Der Einsatz von Hannovers Torjäger Niclas Füllkrug im Heimspiel am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart steht weiterhin auf der Kippe. Wegen einer Kapselzerrung im rechten Sprunggelenk konnte der 25-Jährige am Donnerstag nur ein regeneratives Training absolvieren.

Ein Ausfall des Angreifers wäre für den Tabellenletzten beim Streben nach dem ersten Saisonsieg ein herber Rückschlag. Füllkrug hatte bei der 1:4-Niederlage in Frankfurt am vergangenen Sonntag bereits zur Halbzeit in der Kabine bleiben müssen. Bei Offensivtalent Linton Maina (Wadenprobleme) stehen die Chancen auf einen Einsatz gegen Stuttgart noch schlechter als beim Stürmer. Der 19-Jährige konnte auch am Donnerstag nicht trainieren, laut Trainer André Breitenreiter habe sich „keine große Besserung eingestellt“. Ihlas Bebou, Walace, Oliver Sorg und Noah Joel Sarenren Bazee, die beim Trainingsauftakt am Montag gefehlt hatten, waren dagegen bereits am Mittwoch wieder auf den Platz zurückgekehrt.

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96-Sportdirektor Horst Heldt wehrte sich vor der Partie gegen die Schwaben gegen den Begriff des „Schlüsselspiels“: „Wir sind überzeugt von Mannschaft und Trainer, egal wie es gegen den VfB ausgeht.“ Bei einem Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz würden die noch sieglosen Niedersachsen in der Tabelle wieder an den Gästen vorbeiziehen und die rote Laterne abgeben. Angesichts des schwachen Saisonstarts verzagen die 96-Verantwortlichen nicht, sondern geben sich kämpferisch. „Das Wichtigste ist es, auf uns selbst zu schauen und aggressiv zu sein. Wir müssen soviel investieren, wie wir können – das Maximale“, forderte Breitenreiter entschlossen.

Druck hat Heldt nur auf der Toilette

Von etwaigem Druck wollte Heldt nichts wissen: „Druck habe ich morgens, wenn ich aufwache – und auf die Toilette gehen muss.“ Auch Breitenreiter verliert die Zuversicht ob der sportlichen Krise nicht. „Wir können gegen jeden Gegner bestehen, wenn wir annähernd fehlerfrei spielen“, meinte der 45-Jährige. „Wir brauchen jetzt ein Erfolgserlebnis im Spiel.“ Heldt und Breitenreiter halten trotz der schwierigen Situation weiter zusammen und geben sich gegenseitig Rückendeckung. Der Hannoveraner Coach weiß aber auch: „Am Ende ist es nur wichtig, überzeugend zu arbeiten und zu agieren.“