Fünftes Spiel, fünfter Sieg? Kaum Zweifel beim FC Bayern

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Fünftes Spiel, fünfter Sieg? Kaum ein Zweifel herrscht vor dem fünften Spieltag daran, dass der FC Bayern München seine makellose Bilanz wahrt. Vor dem Duell mit dem FC Augsburg am Dienstag (20.30 Uhr) hat Niko Kovač allerdings davor gewarnt, den Gegner zu unterschätzen – auch wenn der Gegner vorab bereits beinahe die Waffen streckt.

Die Zweifler dürfte Kovač inzwischen zum Verstummen gebracht haben. Denn wer noch im Sommer meinte, der FC Bayern sei (noch) eine Nummer zu groß für den 46-Jährigen, sieht sich derzeit getäuscht. Sieben Spiele absolvierten die Münchner bislang in der noch jungen Saison, siebenmal gingen sie als Sieger vom Platz. In der Bundesliga belegt der FCB mit zwölf Punkten aus vier Spielen souverän die Tabellenspitze, zuletzt gab es ein 2:0 beim FC Schalke 04. Angesichts der anhaltenden Erfolge ist Kovač derzeit darum bemüht, die Spannung in seiner Mannschaft hochzuhalten. „Ich warne davor, alles zu rosig zu sehen oder zu denken, wir können mit halber Kraft agieren“, stellte der ehemalige Frankfurt-Trainer klar. „Viele loben uns, aber das darf nicht in die Richtung gehen, dass wir nachlässig werden.“ Dabei hat Kovač am Dienstag erneut die Qual der Wahl: Bereits seit dem ersten Spieltag rotiert er munter durch, bislang mit Erfolg. Woche für Woche glänzt ein anderer Akteur, gegen Schalke tat sich James Rodríguez hervor, während Arjen Robben auf der Bank saß. Gut möglich, dass dieses Mal Robert Lewandowski eine Pause erhält. Nahende Einsatzzeiten für Sandro Wagner hat Kovač jedenfalls bereits angekündigt.

- Anzeige -

Solcherlei Luxusprobleme sind den Augsburgern naturgemäß fremd. Mit Alfreð Finnbogason müssen die bayerischen Schwaben seit Saisonbeginn auf ihren gefährlichsten Angreifer verzichten, gleichwertiger Ersatz ist nicht in Sicht. Dennoch löste die Mannschaft von Manuel Baum ihre Aufgaben bislang zufriedenstellend. Mit vier Punkten aus vier Spielen ist der FCA einigermaßen im Soll. Zuletzt allerdings setzte es Niederlagen gegen Bremen (2:3) und Mainz (1:2). Mitverantwortlich für diese war Fabian Giefer. Der Keeper nämlich hatte in den vergangenen Tagen gleich mehrfach danebengegriffen und wird seinen Posten im Tor möglicherweise räumen müssen. Verraten wollte FCA-Trainer Baum vorab aber noch nichts: „Zum Personal sage ich nichts“, sagte er nur. Andreas Luthe jedenfalls dürfte nach muskulären Problemen wieder zur Verfügung stehen. Doch mit Giefer oder Luthe im Tor, allzu viel rechnet sich der FC Augsburg nicht aus beim Rekordmeister. „Ein Wunder“ wäre ein Sieg in München, sagte Verteidiger Martin Hinteregger. Fügte dann aber noch kämpferisch an: „Ich glaube nicht an Wunder, sondern an harte Arbeit. Natürlich ist es unheimlich schwierig, aber ich traue uns immer was zu.“

FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Süle, Boateng, Alaba – Thiago – Robben, Müller, James, Gnabry – Wagner

FC Augsburg: Luthe – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Schmid, Max – Baier – Morávek – Hahn, Caiuby – Gregoritsch

Schlagen können sich die Bayern bekanntlich nur selbst. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Kovač vor dem Duell mit Augsburg vor einem Arroganzanfall warnte. Rufen die Münchner am Dienstag auch nur ansatzweise ihr Potenzial ab, wäre alles andere als der fünfte Sieg im fünften Spiel eine riesengroße Überraschung. Der Bayern-Coach jedenfalls ist davon überzeugt und versprach: „Wir werden keinen Millimeter nachlassen.“