Funkel: Bayern-Abwehr macht es Gegnern „sehr einfach“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Trainer Friedhelm Funkel von Fortuna Düsseldorf ist nach dem 3:3 des Aufsteigers bei Rekordmeister Bayern München seinem in der Kritik stehenden Kollegen Niko Kovač indirekt zur Seite gesprungen.

„Da kann kein Trainer der Welt etwas für, wenn Boateng auf Abseits spielt, nur weil er zu bequem ist, hinterherzurennen. Da geht er zwei Schritte nach vorne und will dem Laufduell mit Lukebakio aus dem Weg gehen. Einen solchen Weltklasse-Spieler darf so etwas nicht passieren“, kritisierte Funkel am Sonntag den Weltmeister von 2014 bei „Hellmann – der Fußball-Talk“ auf Sky Sport News HD. Der Fortuna-Coach bezog sich bei seiner Kritik auf Boatengs Verhalten, das den 3:3-Ausgleich für die Fortuna durch den Dreifach-Torschützen Dodi Lukebakio begünstigt hatte. Bereits beim ersten Gegentreffer hatte Boateng keine gute Figur abgegeben, Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte diese Szene als „Slapstick“ bezeichnet.

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Generell sieht Funkel Schwachstellen im Spiel der Bayern – besonders in der Defensive. Dort sind sie „sehr, sehr anfällig. Süle, Boateng oder auch Hummels haben an Grundschnelligkeit verloren.“ Doch Funkel kritisiert nicht nur die Physis, sondern auch das Spielverständnis der Bayern-Abwehr in Form ihres Stellungsspiels. In dieser Hinsicht „machen sie es den Gegner sehr einfach. Basis ist und bleibt die Defensive – und die ist sehr schwach. 17 Gegentore nach zwölf Spielen, das hatten sie sonst nach einer ganzen Saison.“