Funkel froh über Ruhe im Verein

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Trainer Friedhelm Funkel weiß nach der sechsten Niederlage in Folge die Ruhe bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf zu schätzen. Die Rheinländer haben nach zehn Spieltagen nur fünf Punkte auf dem Konto, für die Fortuna ist es der schlechteste Saisonstart ihrer Bundesliga-Geschichte.

„Diese Ruhe ist da, absolut. Der Verein hat letzte Woche gesagt, dass er Mannschaft und Trainerteam das Vertrauen gibt. Da gehe ich auch weiter von aus“, sagte Funkel nach dem 0:3 (0:0) im Niederrhein-Derby bei Borussia Mönchengladbach. Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer hatte Funkel schon vor der Begegnung auch für den Fall eines weiteren Rückschlags eine Jobgarantie ausgestellt. Funkel weiß aber auch um den Ernst der Lage. „Ein Erfolgserlebnis ist dringend notwendig. Leider können wir nicht zaubern, sonst würden wir sofort einen Zaubertrick anwenden, damit die Bälle reingehen“, sagte Funkel. „Wir können nur weiter arbeiten und daran glauben. Das sind keine Durchhalteparolen. Es gibt keine Alternative.“

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Wenig Verständnis zeigte Funkel für den Handelfmeter, den Thorgan Hazard kurz nach der Pause zum 1:0 verwandelte. Kaan Ayhan hatte den Ball aus kurzer Distanz an den angelehnten Arm bekommen. „Den kann man einfach nicht geben“, sagte der 64-Jährige nach dem dritten umstrittenen Handelfmeter gegen seine Mannschaft in Folge. Die vor Saisonbeginn durchgeführte Schulung der Vereine sei im Prinzip überflüssig: „Die wissen ja selber nicht, was sie erzählen. Es gibt keine einheitliche Auslegung mehr, und das ist das Fatale. Früher wusstest du ganz genau: Nur wenn du mit der Hand zum Ball gehst, gibt es Elfmeter. Das hat sich sehr zum Negativen verändert.“

Schäfer rügt Fans: „Reine Selbstdarstellung“

Klubchef Schäfer hat derweil scharfe Kritik an Teilen der Fortuna-Fans geübt. Vor und während der Begegnung war im Gästeblock immer wieder Pyrotechnik gezündet worden. „Diese Selbstdarstellung geht gar nicht. Das hat inzwischen Ausmaße angenommen, dass es auch finanziell unseren Spielraum einschränkt, auch mit Blick auf den Winter. Das liegt in deren Verantwortung“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Schäfer kündigte an, einzelne Fans nach der zu erwartenden Geldstrafe zur Kasse zu bitten, sollten diese identifiziert werden. „Wir werden da Konsequenz ziehen. Das ist reine Selbstdarstellung von sich überschätzenden Einzelpersonen, die in der Gruppe untertauchen. Die sollen sich mal hinterfragen“, sagte Schäfer.