Funkel: „Ich bin einfach stolz“

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Der alte Trainerfuchs Friedhelm Funkel genoss seinen Coup gegen den 33 Jahre jüngeren Kollegen Julian Nagelsmann sichtlich. Nach dem 2:1 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim feierten die Fans von Fortuna Düsseldorf ausgelassen den ersten Erfolg des erstaunlich abgeklärten Aufsteigers im Oberhaus seit dem 16. Februar 2013.

Doch Höhenflüge sind am Rhein nach gerade einmal drei Spieltagen natürlich nicht erlaubt. „Ich bin einfach stolz, wie die Mannschaft sich gewehrt und welche Leidenschaft sie gezeigt hat“, schwärmte Funkel nach dem ersten Bundesliga-Sieg seiner Fortuna seit fünfeinhalb Jahren. „Diese Leistung ist das, was die Mannschaft immer wieder machen muss, um in der Bundesliga überhaupt eine Chance zu haben.“ Doch vier Punkte aus den Partien gegen Augsburg (1:2), in Leipzig (1:1) und eben die TSG sind für die schwierige Mission Klassenerhalt eine mehr als ordentliche Ausgangsposition.

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Darauf will der Zweitliga-Meister aufbauen. „Wir müssen in jedem Spiel, wo wir etwas mitnehmen können, etwas mitnehmen“, sagte Rouwen Hennings, der betonte: „Es war wichtig, dass wir diesmal nach einer ordentlichen Leistung mal die drei Punkte mitgenommen haben. Für den Kopf und die Tabelle.“ Dabei präsentierte sich sein Team auch nervenstark. In der hektischen Schlussphase vor 40.111 Zuschauern sicherte der 20 Minuten zuvor eingewechselte Dodi Lukebakio (88.) per Foulelfmeter den Sieg. „Für diese Momente spiele ich Fußball“, meinte der Matchwinner. Der 20-Jährige erhielt ein Sonderlob von seinem Trainer: „Er hat schon in jungen Jahren ein großes Selbstbewusstsein.“ Der ebenfalls eingewechselte Reiss Nelson (86.) hatte kurz zuvor die erste Düsseldorfer Führung durch Alfredo Morales (45.) egalisiert.